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Büroflächenmarkt Hamburg: Blitzstart 2007

Die südlichste und nördlichste der deutschen Immobilienhochburgen dominieren das Bürovermietungsmarktgeschehen (Platz 1 und 2). Das passt zu den Ergebnissen des Marktforschungsinstituts Psephos, das Hamburg sowohl in den Kategorien „Wirtschaftsstandort“ und „Lebensraum“, als auch „Zukunftspotenzial“ auf dem zweiten Platz sieht - hinter München.

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Die Hansestadt kommt im ersten Quartal 2007 auf ein Büroflächen-Vermietungsvolumen von 123.000 m², gegenüber dem Vorjahr ein Plus von rund 8 % und auf gute 20 % mehr als im Vergleich mit dem 10-Jahresdurchschnitt der ersten Quartale (1997-2006). Im Besonderen sorgten mehrere großflächige Anmietungen (eine Verdreifachung des Volumens in der Kategorie über 5.000 m²) für den seit 2000 besten Start, darunter der Mietvertragsabschluss der Jungheinrich AG in Wandsbek mit knapp 10.000 m² und vor allem des Spiegel-Verlags in der HafenCity mit 26.000 m², der sowohl die Branchen- als auch die Teilmarktstatistik nach vermieteten Flächenvolumen stark beeinflusst hat. Vier Branchen machen rund 58 % des Umsatzes aus, deutlich angeführt vom Sektor Verlagswesen/Medien). Legt man die Priorität auf die Anzahl der Abschlüsse sind es die traditionell starken unternehmensbezogenen Dienstleister, die - eher im kleinflächigen Bereich bis 500 m² aktiv – dominieren. Ein Mix aus vier weiteren Branchen bedarf es (Verlagswesen, EDV, Transport/Verkehr und Industrie), um die Hälfte aller realisierten Mietverträge zu erreichen. Dieser Brachendiversifizierung verdankt der Hamburger Bürovermietungsmarkt u.a. nach wie vor seine Stärke. Bei der Standortanalyse liegt die HafenCity mit einem Vertragsabschluss (Spiegel-Deal) ebenfalls vorn. Ohne Frage ist ihre Beliebtheit ungebrochen. Fakt ist aber auch: eine kurzfristige Anmietung ist dort nicht möglich. Der City-Süd-Kernbereich mit rund 20.000 m² und die Innenstadt mit 15.000 m² bieten derzeit wesentlich mehr Möglichkeiten. Hier wird auch die Markt charakterisierende Spitzenmiete von 22,00 Euro/m²/Monat erzielt (+ 7,3 % im 1-Jahresvergleich), die bis Ende des Jahres um weitere 4,5 % steigen könnte. Aufgrund von Fertigstellungen in einer Größennordung von 68.000 m² in den ersten drei Monaten ist die Leerstandsquote nicht gefallen, bleibt aber unter den 5 Immobilienhochburgen mit 7,8 % nach wie vor die niedrigste. Vor dem Hintergrund eines möglichen Umsatzes leicht über der 500.000 m² Marke, einer weiter steigenden Nettoabsorption im Gefolge von zunehmenden Expansionen sowie eines deutlich über dem Vorjahr liegenden Fertigstellungsvolumens wird sich der Leerstand im laufenden Jahr noch nicht bemerkenswert nach unten bewegen.