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Büroflächenmarkt Hamburg

Zwar absorbiert die Begeisterung für das weltmeisterschaftliche runde Leder in diesen Wochen viel an ekstatischem Engagement unterschiedlichster Ausprägung, aber selbst für immobile Aktivitäten auf hohem Niveau ist in den letzten Tagen Zeit geblieben. So sorgten auch im 2. Quartal umzugswillige Nutzer - vor allem die unternehmensbezogenen Dienstleister, die Branche Verlagswesen/Medien sowie Industrieunterneh- men mit einem Anteil von knapp 46 % an allen Vertragsabschlüssen für eine anhaltend gute Dynamik. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: noch nie zuvor waren in einem Halbjahr so viele Mietvertragsabschlüsse (343) zu verbuchen. Profiteur dabei die innerstädtischen Lagen (Innenstadt und Ha- fen), deren Anteil 42 % ausmachte. Mit 65 % bzw. 28 % lagen die Schwer- punkte der Anmietungen in den ersten sechs Monaten bei den Flächengrö- ßen bis 500 m² bzw. zwischen 500 bis 1.000 m². Der Blick auf das erzielte Umsatzvolumen (rund 190.000 m² im 1. Hj.) gibt einen Hinweis auf den Un- terschied zum letzten Jahr: ein Minus von 16 % kommt durch die geringere Zahl großer Deals jenseits der 5.000 m² in beiden Quartalen des laufenden Jahres zustande. Die Verhandlungen mit den Nachfragern solcher Gesuche sind aber weit gediehen. Aussichtsreich deren Realisierung. Insofern dürfte Ende 2006 bei Beibehaltung der erfreulichen Abschlussbereitschaft insge- samt der langjährige (1995–2005) durchschnittliche Büroflächenumsatz (360.000 m²) um 30 % getoppt werden. Bei niedrig bleibenden Fertigstel- lungszahlen, (in den ersten sechs Monaten waren es nur 14.000 m² speku- lative Fläche, minus 28 % werden es bis Ende des Jahres gegenüber dem Durchschnittwert der letzten vier Jahre (ca. 113.000 m²) sein) sowie einer stabilen, weiter eher steigenden Expansion wird der Spitzenmietpreis zumindest weiter unter Druck nach oben stehen. Ende Juni notierte er bei 21,00 Euro und war damit innerhalb der letzten drei Monate um 2,4 %, seit Mitte 2005 um 8 % gestiegen – das höchste Mietpreiswachstum unter den deutschen Immobilienhochburgen. Ob die Anzahl der dann getätigten Abschlüsse es rechtfertigt, einen Wert darüber statistisch als marktrelevant festzuschreiben, muss abgewartet werden. Die 25,00 Euro im 25. Stock eines Gebäudes am Hafenrand mit spektakulärem Blick über Hafen und Stadt tun es auf jeden Fall nicht. Die Leerstandsquote – im 1. Hj. stabil bei 7,9 % - wird auch in sechs Monaten noch die 7 vor dem Komma stehen haben. Tendenz: mäßig, aber stetig fallend.

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