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BSI: EU-weite Standardisierung der Immobilienfinanzierung unnötig

"Der deutsche Markt für Immobilienfinanzierung ist sehr effizient und wettbewerbsintensiv. Es ist für uns nicht erkennbar, was eine EU-Regulierung hieran verbessern könnte", so Lutz Freitag (Bild l.), Vorsitzender der Bundesvereinigung Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft (BSI) und Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen angesichts der morgigen Beratung des so genannten "Weißbuchs Hypothekarkreditmärkte" der EU-Kommission im Bundesrat.

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"Die deutsche Immobilienwirtschaft profitiert bislang von der Langfristkultur bei der Finanzierung. Sie bietet Planungssicherheit und Kalkulierbarkeit. Auch das ist Verbraucherschutz", sagte Freitag. Die Subprime-Krise in den USA sei ein Indiz dafür, was bei einem System variabler Darlehenszinsen geschehen könne. "Wir haben hier in Deutschland ein gut funktionierendes System. Die EU sollte die Hände davon lassen", so Freitag.

Diese Position werde von den zuständigen Bundesrats-Ausschüssen geteilt. Diese bezweifeln bereits, ob die EU mit Blick auf das Subsidiaritätsprinzip überhaupt berechtigt sei, diese Materie zu regeln. Die Vertragsfreiheit wird nach deutschem Recht bislang nur durch soliden Verbraucherschutz begrenzt.

Die EU plane, einen Anspruch auf vorzeitige Rückzahlung von Hypothekarkrediten ohne Vorfälligkeitsentschädigung einzuführen. Dies hätte eine Verteuerung festverzinslicher Kredite zur Folge, die sich direkt auf die Nachfrage am Immobilien- und Wohnungsmarkt niederschlagen würde. Berechnungen zeigten, dass die durchschnittliche Darlehensrate eines Eigenheimfinanzierers um über 80 Euro im Monat steigen würde.