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Braunschweiger Schloss: Feierliche Enthüllung

Feierliche Premiere für die rekonstruierte Westfassade des ehemaligen Residenzschlosses in Braunschweig: Der wiederhergestellte Portikus des Schlosses wird am Samstagabend, 26. August 2006, enthüllt. Für den Wiederaufbau der historischen Fassade sind rund 650 Originalteile aus Naturstein verwendet worden. Die Baufragmente waren nach dem Abriss der Schlossruine im Jahre 1960 vergraben worden. Bei der Rekonstruktion der Braunschweiger Schlossfassaden helfen Fachleute, die schon beim Wiederaufbau der Frauenkirche in Dresden beteiligt waren. Nach seiner endgültigen Fertigstellung im kommenden Frühjahr werden im Braun- schweiger Schloss auf insgesamt 13.000 m² zahlreiche Kultureinrichtungen der Stadt untergebracht sein, unter anderem die Stadtbücherei und die Stadtbibliothek, das Stadtarchiv, das Kulturinstitut und das neue Schloss- museum.

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Braunschweigs Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann: „Mit der Unterbrin- gung der städtischen Kultureinrichtungen wird das Schloss jetzt erstmalig ein Gebäude für alle Bürger sein. Braunschweig erhält eine weitere Attraktion, die die Innenstadt insgesamt aufwertet. Viele Menschen werden hierher kommen, um unser Schloss zu bewundern. Die sorgfältige Rekonstruktion wird sicher auch Fachleute beeindrucken.“

Das Braunschweiger Residenzschloss, zwischen 1831 und 1840 nach Plänen des Braunschweiger Architekten Carl Theodor Ottmers errichtet, war im Zweiten Weltkrieg größtenteils zerstört und 1960 schließlich komplett abgerissen worden. Projektpartner für die Rekonstruktion sind die Credit Suisse Asset Management Immobilien KAG mbH und ECE.

Alexander Otto (Bild), Vorsitzender der ECE-Geschäftsführung: „Das Braun- schweiger Schloss ist für die ECE ein ganz besonderes Projekt, das auch für andere Städte mit ähnlichen Überlegungen, wie etwa Berlin, Vorbildcha- rakter haben könnte.“

Alle historischen Originalbauteile wurden von Fachleuten der Sächsischen Sandsteinwerke in Pirna aufgearbeitet. Dabei handelte es sich um einfache Mauerquader, Gebälk- und Bogensteine, Säulen, Kapitellen und figürliche Reliefs. 90 Prozent der Mauerquader, die bei der Rekonstruktion des Portikus verwendet wurden, sind original. Ebenfalls aus Originalteilen bestehen die acht Säulen der westlichen Eckrisalite sowie die zwei Säulen der Südostfassade. Neben den wieder ausgegrabenen Originalelementen wurden auch Bauteile aus den Beständen des Städtischen Museums, des Braunschweigischen Landesmuseums und von Privat verwendet.

Besonders aufwändig gestalteten sich die Restaurationsarbeiten am Figurenfries über dem Portikus mit geschichtlichen Darstellungen aus der Zeit Heinrichs des Löwen. Der Fries war über Jahrzehnte auf dem städtischen Bauhof eingelagert. Bei den Portikus-Figuren handelt es sich auf der linken Giebelseite um Landmann, Mönch und Bischof. Auf der rechten Seite sind zwei Krieger des Herzogs zu sehen sowie ein gefangener Krieger aus dem Stamm der Wenden.

Der überwiegende Teil der Originalsteine konnte an der ursprünglichen Po- sition wieder eingebaut werden. Dies war möglich, weil sie vor der Eingra- bung zur späteren Wiederverwendung entsprechend gekennzeichnet wor- den waren. Alle neuen Bauteile wurden aus Sandstein aus Süddeutschland und der Umgebung von Dresden gefertigt. Diese Teile unterscheiden sich farblich leicht von den Originalteilen. Dadurch ist für den kritischen Betrachter erkennbar, welche Teile original und welche neu gefertigt sind.