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Parkhausfonds: Ein alternatives Investment in Zeiten knapper Stellplätze

Der Parkraum in den Innenstädten ist knapp und mit knappen Gütern lässt sich in der Regel gutes Geld verdienen. Dieser Logik folgen die Anbieter von Parkhausfonds, die ihre Anlagegelder in verschiedenen Parkflächen bündeln. Seit 2010 existiert ein Parkobjekte-Fonds von Ellwanger & Geiger mit einem angestrebten Investitions-Volumen von knapp 200 Millionen Euro, der durch die IntReal in Hamburg verwaltet wird. Zudem ist auch Quantum Immobilien seit 2008 im Segment „Parken“ unterwegs [Quantum startet Immobilien-Spezialfonds im Segment Parken]. Im Juli hat jetzt der niederländische Fondsanbieter Bouwfonds REIM (Rabobank-Gruppe) einen geschlossenen Parkhausfonds für Privatanleger auf den Markt gebracht, der sich an deutsche Investoren richtet, der jetzt von der BaFin grünes Licht erhalten hat.

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Quantum Immobilien Kapitalanlagegesellschaft GmbH
Ellwanger & Geiger

Der Bouwfonds Private Dutch Parking Fund I verfügt über ein Portfolio von rund 840.000 Parkplätzen, die sich auf sechs Parkhäuser, die Bouwfonds REIM für 54 Mio. in niederländischen Mittelstädten gekauft hat (41915,wir berichteten)#, verteilen, und hat ein Investitionsvolumen von 64,3 Millionen Euro. Betreiber und Mieter der Parkhäuser ist Q-Park, einer der europäischen Marktführer der Branche, der in zehn Ländern aktiv ist.

Positiv ist für Anleger die Tatsache, dass zwischen Q-Park und dem Fonds langfristige, indexierte Mietverträge mit einer Laufzeit von 45 Jahren vereinbart wurden, was stetig steigende Zuflüsse sichert. Bouwfonds REIM hatte die sechs Parkhäuser Ende letzten Jahres von Q-Park im Rahmen einer Sale-and-Lease-Back-Transaktion übernommen. Der Fonds selbst soll nur 11,5 Jahre laufen, so dass bei Verkauf der Objekte noch eine hohe Restlaufzeit der Mietverträge gegeben ist. Bei der Auswahl der Objekte wurde auf hohe Zentralität sowie auf Standorte mit großer Bevölkerungsdichte und einer konsequenten Umsetzung von Parkrichtlinien geachtet.

Die Parkhausbetreiber setzen darauf, dass die Zahl der privaten Pkw in den nächsten Jahren weiter steigt, kostenfreier öffentlicher Parkraum aber zunehmend reduziert wird, um den innerstädtischen Suchverkehr zu verringern. Wenn gleichzeitig das Falschparken entsprechend hart bestraft wird, lassen sich für die Parkhausbetreiber in den kommenden Jahren überdurchschnittliche Steigerungen bei den Ticket-Preisen erzielen. In den Niederlanden werden beim Falschparken schon mal bis zu 50 Euro fällig.

Aber auch bei den Parkhausgebühren gibt es eine Schmerzgrenze: In größeren Städten in den Niederlanden kostet die Stunde im Parkhaus mittlerweile bis zu fünf Euro. Gerade Touristen und Menschen in Shopping-Laune lassen ihr Auto daher lieber an der Peripherie stehen und nutzen die zahlreichen Park & Ride-Angebote. Konsequenterweise investiert der Parkhausfonds von Bouwfonds REIM nicht in Städten wie Amsterdam und Den Haag, sondern in mittelgroßen Städten wie Apeldoorn und Zwolle, wo die Gebühren noch niedrig sind.