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Börsenausblick 2012: Historisch günstige Einstiegsniveaus

Die Wiener Privatbank geht in ihrem Börseausblick 2012 von guten Investitionschancen für Anleger aus und empfiehlt vorwiegend Qualitätstitel mit Wachstumspotenzial. Die Experten erwarten anfangs einen sehr breiten Anstieg an den Aktienmärkten, inklusive der Banktitel. ?Der Druck, den die Märkte ausüben, wird schlussendlich zu einem konstruktiven Wandel im politischen Prozess und einer Lösung der Schuldenkrise führen. In der Folge werden sich auch die Aktienmärkte wieder erholen.?, zeigt sich Eduard Berger, Geschäftsführender Direktor der Wiener Privatbank überzeugt. Laut aktueller Markteinschätzung des auf Börse- und Immobilieninvestments spezialisierten Instituts sind die österreichischen Unternehmen weit besser aufgestellt als es die ATX-Performance suggeriert. So haben die analysierten Unternehmen seit 2008 ihre Verschuldungsquoten konsequent reduziert, während sie die Rentabilitätskennzahlen deutlich verbessern konnten. ?Wir blicken trotz chronischer Vertrauenskrise optimistisch ins Börsejahr 2012. Gerade die aktuell schwierige Situation bietet Investoren die Chance auf eine überdurchschnittliche Rendite. Anleger sollten die günstigen Einstiegsniveaus nutzen.?, so Alfred Reisenberger, Leiter des Asset Managements der Wiener Privatbank.

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ATX-Unternehmen: Realität besser als Wahrnehmung
Der ATX hat seit Jahresbeginn rund 37 % verloren und wird sich 2011 wohl als drittschlechtester Aktienmarkt unter den 17 Märkten der Eurozone einreihen. Selbst die Kursverluste der Schulden-Sorgenkinder Spanien (-15 %) und Italien (-24 %) fielen geringer aus. Wiewohl es Gründe für die Underperformance des ATX gibt – Illiquidität, starke Indexgewichtung von Finanztiteln und Zyklikern – wird dadurch auch eines offensichtlich: „Rationale Märkte sind oft nur ein Mythos. Aufgrund der Performance müsste man vom Schlimmsten für die österreichischen Unternehmen ausgehen. Die Realität sieht hingegen viel besser aus. So sank die durchschnittliche Verschuldung der ATX-Unternehmen seit dem Krisenjahr 2008 um rund ein Drittel, Tendenz weiter fallend.″, analysiert Alfred Reisenberger. Bei Betrachtung zweier weiterer Rentabilitätskennzahlen, der Eigenkapitalrentabilität (ROE) und der Investitionsrendite (ROCE) wird deutlich, dass auch hier die Zeichen auf Erholung stehen. Laut Einschätzung der Wiener Privatbank gehören Andritz, Lenzing, Post, Mayr-Melnhof, RHI, SBO und Semperit zu den rentabelsten Unternehmen.

Optimistische Marktprognose
Die Gewinnrevisionen waren in den letzten eineinhalb Jahren in der Eurozone weltweit am höchsten. Für den ATX rechnet die Wiener Privatbank im laufenden Jahr mit einem Gewinnrückgang von rund 20 bis 24 %, wobei die Hauptlast von den Banken getragen wird. Für 2012 gehen die Experten der Wiener Privatbank von einer Trendwende in Form eines Gewinnanstiegs von rund 90 % aus, der ebenso von den Banken getrieben sein wird. „Wir brauchen eine Lösung der Schuldenkrise und dann einen schnellen Themenwechsel. Dann wird sich der Fokus der Investoren wieder auf die Mikroebene verlagern, und der Aktienmarkt wird 2012 wieder anspringen. Durch die historisch günstige Bewertung von Aktien bieten die Märkte gerade jetzt interessante Investitionschancen.″, fasst Eduard Berger zusammen.