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Blau-Gelber Möbelriese wächst weiter

Das schwedische Möbelhaus Ikea plant in den nächsten acht bis zehn Jahren die Ausweitung seines Marktanteils von 13 auf 25%. Dazu sollen 20 bis 25 weitere Filialen sowie der Ausbau des Onlinehandels beitragen. Bisher betreibt die schwedische Möbelkette 46 Häuser deutschlandweit. „Wir haben in Deutschland einen Marktanteil von 13 Prozent. 25 Prozent sind realistisch", sagte der Geschäftsführer von Ikea Deutschland, Peter Betzel, gegenüber dem Handelsblatt. Allerdings sieht sich Ikea besonders in NRW und Baden-Württemberg durch die Behörden und die Gesetzgebung behindert. Gerade in NRW beschränkt der neue Landesentwicklungsplan die Errichtung von großen Einzelhandelszentren auf der grünen Wiese, um den innerstädtischen Einzelhandel zu schützen.

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Mit dem Ausbau des Filialnetzes ist Ikea bereits an drei Standorten mit den Planungen fortgeschritten. In Bremerhaven wurden Anfang Dezember die Kaufverträge für die Baugrundstücke unterzeichnet. Bis 2015 entsteht nun ein Möbelhaus mit 24.500 m² Verkaufsfläche und einem Investitionsvolumen von 40 Mio. Euro. In Wuppertal plant Ikea einen Homepark bestehend aus einem Einrichtungshaus mit 25.500 m² sowie einem Sportfachmarkt, einem Babyfachmarkt und einem Elektrofachmarkt. Hier steht allerdings noch eine Klage vor dem Verwaltungsgericht an. Schon frühzeitig hatten die Nachbarkommunen sich gegen die Pläne des schwedischen Möbelhauses gewehrt, da sie um Einzelhandelsumsätze fürchteten. In Kaiserslautern werden derzeit mögliche Standorte für einen Ikea-Markt geprüft. Ikea benötigt eine Fläche von etwa 70.000 m², die geplante Investitionssumme liegt bei 45 Mio. Euro. Neben dem Haus in Koblenz wird Kaiserslautern der zweite blau-gelbe Standort in Rheinland-Pfalz.

Für die Ausweitung des Onlinehandels muss Ikea seine Lager- und Logistikwirtschaft neu aufstellen. In zwei Jahren soll aber das gesamte Sortiment im Online-Shop erhältlich sein. Bisher erwirtschaftet das schwedische Möbelhaus im Internet einen Umsatz von 92 Mio. Euro, bietet aber nur etwa die Hälfte seines Warenangebotes online an. „Wir wollten das Geschäft, die Infrastruktur, gut organisieren und sauber aufbauen. Es ist etwas anderes, ob man Bücher und Kleidung verschickt oder Möbel. Dahinter steckt eine hochkomplexe Lager- und Logistikwirtschaft“, erläuterte Peter Betzel, Geschäftsführer von Ikea Deutschland.