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Proteste

„Billiger Plattenbau“: Super 8-Hotel in Dresden stößt aus herbe Kritik

Super 8-Hotel Dresden

Als schallende Ohrfeige für die Dresdner Baukultur kritisieren Politiker und Bürgerinitiativen den Bau eines Super 8-Hotel an exponierter Stelle, nämlich direkt hinter der Marienbrücke, auf der Antonstraße 45 am Dresdner Neumarkt. Die Architektur erinnere an die billigen, hässlichen Plattenbauten und habe keinerlei Bezug zu der benachbarten historischen Fassaden-Gestaltung. Der Protest läuft vermutlich ins Leere: Der Projektentwickler Benchmark Real Estate Development GmbH hat seit März eine Baugenehmigung in der Schublade - und die ersten Bagger vor Ort [Dresden erhält Super 8 Hotel].

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Als Wortführer des öffentlichen Protestes fungiert die Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden (GHND), die besonders die Kompaktheit des „Zeilenklotzes“ kritisiert, der sich wie ein ((Krater-)Einschlag im denkmalträchtigen Umfeld ausnehme. Versuche, der Stadt juristische Fehler bei der Erteilung der Baugenehmigung zu unterstellen, erwiesen sich jedoch als erfolglos.

Benchmark will verlautbarte 10 Millionen Euro in das Projekt stecken und hat mit dem Betreiber Primestar Hospitality einen Vertrag für die Budgetmarkte Super 8 in der Tasche, die dort nach Fertigstellung 176 preisgünstige Zimmer anbieten wird. Nach derzeitigen Plan soll das Hotel im Herbst 2018 seine Pforten öffnen.

Die Stadtratsfraktion der Linken bemängelt hingegen, nicht nur mit Blick auf diesen “gestalterischen Missgriff„, die mangelhafte Transparenz im Vorfeld der Planung und im eigentlichen Genehmigungsprozess. Auch verhalte sich die Gestaltungskommission wie ein “zahnloses Freitagsgremium". Kurzum: Der schmucklose Kasten hätte nie genehmigt werden dürfen.