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Bikini Berlin erhält LEED-Auszeichnung in Gold

Das denkmalgeschützte Gebäudeensemble Bikini Berlin wird für die nachhaltige Revitalisierung mit Gold prämiert. Mit der LEED Auszeichnung wird der außergewöhnlich sensible Umbau entsprechend gewürdigt.

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Dr. Jürgen Büllesbach, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bayerischen Hausbau und Verantwortlicher für die Revitalisierung des Projektes: „Mit Bikini Berlin und besonders dem Bikinihaus haben wir ein Stück Zeitgeschichte an einem der symbolträchtigsten Standorte Berlins erworben und damit die Verpflichtung, verantwortungsvoll zu handeln. Dieser Verantwortung stellen wir uns in jedem Bereich auf der höchstmöglichen Ebene. Dazu gehört selbstredend die Aufgabe, umweltbewusst und nachhaltig zu agieren.“

Obwohl für LEED Gold „nur“ 60 Punkte erzielt werden müssen, hat Bikini Berlin 76 Punkte erreicht. Für das LEED Zertifikat in der Kategorie Core & Shell 3.0 für kommerziell genutzte Bauten werden sechs Themenfelder behandelt, die entsprechend modifiziert auf die Revitalisierung des Projektes angewendet werden. Das Bikinihaus, 1957 fertig gestellt, ist in Skelettbauweise mit einem Stützraster von 6 mal 6 Metern errichtet, im Hauptkörper 170 Meter lang und circa 16 Meter breit. Auf der Rückseite, im direkten Anschluss zum Zoologischen Garten, entsteht eine 7000 m² große, begrünte, öffentliche Terrasse.

Besonderes Augenmerk bei Bikini Berlin ist, dass das Gebäudeareal unter Denkmalschutz steht, also in höchstem Maße erhaltenswert ist. Rund 90 Prozent bleiben bestehen. Die geplanten Ergänzungen bilden ein klar lesbares Nebeneinander von „alt“ (fünfziger Jahre) und „neu“ (heute). Die neuen Elemente (Terrasse, Aufgänge neben dem Zoo Palast, Penthäuser) werden ebenfalls nach strengsten ökologischen und nutzerorientierten Kriterien realisiert, denn: „Ein Gebäude ist nicht nachhaltig, wenn es niemand nutzen möchte – ein ungenutztes Gebäude ist weder ökologisch noch ökonomisch nachhaltig“, so Dr. Jürgen Büllesbach pragmatisch über die Philosophie der Revitalisierung.

Prof. Dr. Ing. Jürgen Schwarz, Universität der Bundeswehr München, berät die Bayerische Hausbau in Fragen der Nachhaltigkeit. Er stellt für das Bikini Berlin den unabhängigen LEED-Auditor und bestätigt „eine durch Studien belegte gesteigerte Bauwerksperformance und eine höhere Zufriedenheit der Mieter für ein zertifiziertes Bauwerk.“ Für den Mieter wird nicht ein ästhetisch an anspruchsvoller Rahmen geschaffen, sondern ein Umfeld, das nach ganzheitlichen Kriterien „menschlich“ ist.

Das beginnt in der Bauphase. Nachhaltige Revitalisierung bedeutet im Regelfall weniger Lärm und Bautätigkeit (mit allen Begleiterscheinungen) als ein Neubau. Besonders in urbanen Zentren – im Fall von Bikini Berlin an einem Verkehrsknotenpunkt inklusive einem Hauptstrang der S-Bahn, des öffentlichen Nahverkehrs, gelegen – ist dies von großer Bedeutung. Die Revitalisierung des Objektes – am lebendigsten Ort der City West – wird trotz Umbau nicht zu einer Verschärfung der Verkehrssituation führen.

„Gebäude sind ein primäres Phänomen dessen, wie sich menschliche Systeme in natürliche integrieren,“ so Rick Fedrizzi, Präsident, CEO & Gründungsmitglied des U.S. Green Building Council. „Bikini Berlin nutzt die natürlichen Ressourcen und hat direkte, positive Auswirkungen auf die Umwelt, von der auch und vor allem die kommenden Generationen einen enormen Gewinn haben werden.“