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Berliner Wohnungsmarkt: Leerstand sinkt und sinkt

Sinkender Leerstand, Neubaubedarf, Rekordinvestitionen: Die Bilanz für 2010 fällt aus Sicht der Berliner Wohnungsunternehmen positiv aus. „Wir profitieren nicht nur von der guten Entwicklung Berlins, sondern leisten dazu auch einen wichtigen Beitrag“, fasste Maren Kern, Vorstandsmitglied beim Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V., auf der BBU-Jahrespressekonferenz 2011 zusammen.

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Der flexible Wohnungsmarkt werde auch weiterhin eines der stärksten Standortargumente für Berlin bleiben. „Die Menschen kommen nach Berlin, weil sie hier ein besonderes Lebensgefühl finden. Ein vielseitiges und preiswertes Wohnungsangebot gehört hier auf jeden Fall dazu.“ Dieses Berliner Flair locke auch mehr und mehr Unternehmen in die Stadt. 20 Jahre nach der Wiedervereinigung finde die Hauptstadtregion endlich den Anschluss an historische Entwicklungslinien nicht nur als politischer, sondern auch wirtschaftlicher Taktgeber in Deutschland und Europa. Eine vorausschauende Wohnungspolitik spiele bei der Verstetigung dieser Trends eine zentrale Rolle. In ihrem Mittelpunkt: Neubau und Modernisierung für breite Schichten der Bevölkerung.

Leerstand sinkt und sinkt
Auch 2010 ist der Leerstand in den rund 700.000 von BBU-Mitgliedsunternehmen in Berlin bewirtschafteten Wohnungen gesunken. Ende 2010 standen bei ihnen noch 20.055 Wohnungen leer. Das entspricht drei Prozent des Bestandes und waren 0,5 Prozentpunkte weniger als Ende 2009. „Seit dem Höhepunkt des Wohnungsleerstands 2001 hat sich die Leerstandsquote halbiert. In den meisten innerstädtischen Bezirken liegen die Leerstandsquoten jetzt bei unter drei Prozent“, so Kern. Besonders hob sie die Abnahme der Wohnungen mit Vermietungsschwierigkeiten hervor: Sie machen nur noch 0,8 Prozent des Bestandes aus.

BBU fordert wohnungspolitisches Konzept
Sinkender Wohnungsleerstand, niedriger Neubau, stark wachsende Haushaltszahlen - Berlin ist auf dem Weg in ein Angebotsproblem. Bis 2020 werde die Zahl der Haushalte in Berlin um bis zu 130.000 wachsen. „Hierauf kann es nur eine Antwort geben: Vorfahrt für vorausschauende Wohnungspolitik“, forderte Kern. Mit einem Stadtentwicklungsplan (StEP) Wohnen, einer Weiterentwicklung der Liegenschaftspolitik, neuen Förderinstrumenten, einer Neubegründung von Wohnraumbindungen und einer Wohnungsbauleitstelle nannte sie fünf Ansatzpunkte, über die Wohnungswirtschaft und Politik diskutieren könnten.

Investitionen: Wieso stagniert der Neubau?
Während die Modernisierungsinvestitionen der BBU-Mitgliedsunternehmen 2010 auf ein Dreijahreshoch geklettert sind, stagniert der Neubau auf niedrigem Niveau – seit Jahren. „Auch wenn der Bedarf steigt: Die Rahmenbedingungen für Neubau stimmen nicht“, begründete Kern. Das Gros der Mieterinnen und Mieter bei BBU-Mitgliedsunternehmen könne sich die teuren Neubaumieten nicht leisten. Der Senat müsse sich deshalb rasch im Dialog mit den Wohnungsunternehmen Gedanken über eine Neubauförderung machen.

Warmmieten steigen um zwei Prozent
Kalter Winter und hohe Marktdynamik – trotzdem sind die Wohnkosten bei den Berliner BBU-Mitgliedsunternehmen 2010 nur um zwei Prozent auf 7,52 Euro pro m² und Monat gestiegen. Damit lagen sie unter dem Schnitt der letzten fünf Jahre (+ 2,4 %). „Die moderate Mietenentwicklung ist Ausweis der hohen Verantwortung für Stadt und Menschen, die unsere Mitgliedsunternehmen wahrnehmen“, bekräftigte Kern.