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Berliner Logistikmarkt weiter auf Höhenflug

Der Berliner Logistikmarkt ist weiterhin von reger Aktivität und anhaltend starker Nachfrage gekennzeichnet, laut des neuesten Marktreports von Realogis. Mit einem von allen Marktteilnehmern erzielten Flächenumsatz von 123.000 m² im ersten Quartal 2019 konnte die Metropolregion Berlin gegenüber dem Vorjahresergebnis (Q1 2018: ca. 113.000 m²) um +9 % zulegen. „Damit liegt das aktuelle Ergebnis 15 % über dem 5-Jahres-Schnitt und nach 2017 auf Platz zwei“, kommentierte Ben Dörks, Abteilungsleiter bei der Realogis Immobilien Berlin GmbH.

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Besonders umsatzstark erwiesen sich in den ersten drei Monaten Standorte im innenstädtischen Bereich (43 %, 53.600 m²) sowie in der Region Süd (42 %, 52.000 m²). Eine untergeordnete Rolle spielten der Norden (7 %, 8.000 m²) und der Osten (2 %; 2.200 m²).

Bei den Nutzern dominierte der Handel, der von Januar bis März 2019 neue Mietverträge mit insgesamt 50.200 m²Logistikfläche zeichnete und damit 41 % zum Gesamtergebnis beitrug. Allein 38.200 m² Fläche und damit mehr als Dreiviertel des Umsatzes (76 %) entfielen davon auf den E-Commerce, der der wachsenden Bevölkerung Berlins und dem veränderten Einkaufsverhalten der Endkonsumenten Rechnung trägt.

Die Branche Logistik – im Vorjahresvergleichszeit noch führend – trug im Q1 2019 einen Anteil von 27 % (33.600 m²) bei und Produktionsunternehmen 4 % (5.200 m²). Mit 28 % (34.000 m²) erstmals auf dem zweiten Platz landete die Kategorie „Sonstige Branchen“, worunter in diesem Quartal vorrangig Dienstleistungsunternehmen aus dem Bereich Messe und Veranstaltungen zu benennen sind.

Die Aufteilung nach Größenklassen präsentiert sich hingegen ausgewogen: Auf das Segment „größer 10.001 m²“ entfielen 26 % (32.300 m²), auf „5.001 – 10.000 m²“ 29 % (35.400 m²) und auf „1.001 – 3.000 m²“ insgesamt 8 % (35.000 m²). Die Flächeneinheiten „unter 1.000 m²“ (8 %, 9.100 m²) bzw. „3.001 und 5.000 m²“ (9 %, 11.2000 m²) spielen wie letztes Jahr auch eine nachrangige Rolle.

Hinsichtlich der Mietpreise konnte gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Plus von 8 % bei den Spitzenmieten und von 6 % bei den Durchschnittsmieten beobachtet werden. In absoluten Zahlen liegen die Spitzenmiete mit 6,80 Euro/m²und die Durchschnittsmiete mit 5,50 Euro/m²auf dem Niveau von Q4 2018. Damit haben sich die Mieten jedoch innerhalb der letzten zwei Jahre um +39 % (Spitzenmiete) bzw. +34% (Durchschnittsmiete) verändert.

„Wir gehen davon aus, dass das zweite Quartal 2019 schwächer ausfallen wird. Derzeit haben wir noch kein Großgesuch registrieren können, dafür aber einige Nachfragen für das Flächensegment rund um 5.000 m² und generell viele Anfragen für kleinere Einheiten“, so Ben Dörks. „Aktuell gehen wir von einem Halbjahresergebnis von ca. 200.000 m² aus.“

Marktgebiet Großraum Berlin
Berlin zählt zu einem wachsenden Logistikstandort und ist DER Start-Up-Standort Europas. Als Teilmarkt definiert Realogis die relevanten verfügbaren Lager-, Logistik-, Industrie- und Produktionsflächen im Umland wie folgt: im Norden bis Neuruppin, Oranienburg, Eberswalde; im Osten: Straußberg, Fürstenwalde; im Süden: Ludwigsfelde/Großbeeren, Zossen, Königs Wusterhausen; im Westen: Brieselang, Wustermark, Werder. Geographisch gehört der Großraum Berlin zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt für die Ost-West-Verbindung sowie für Nord-Süd-Autobahnen und beinhaltet neun Autobahnen (A100 (Stadtautobahn), A9, A10, A11, A12, A13, A24, B96(a), B101), Binnenhäfen und Flughäfen.