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Berliner Kudamm wird 125 und ist kein bisschen in die Jahre gekommen

125 Jahre sind eine lange Zeit und hinterlassen normalerweise tiefe Spuren. Nicht so in einer der bekanntesten und traditionsreichsten Einkaufsstraßen der Welt, dem Berliner Kurfürstendamm. Trotz aller Niedergangsszenarien, die Kritiker über Jahrzehnte hinweg ausmalten, zeigt sich der Kudamm in der jüngeren Geschichte erstaunlich lebendig. Zwar wird eine reine Einzelhandelsbetrachtung dem Kudamm nicht gerecht. Hierhin zog es die Ostberliner in der Nacht der Wiedervereinigung. Hier wurden die Erfolge der Nationalmannschaften gefeiert. Hier fand bis in die 90iger Jahre das Berliner Nachtleben statt. Jones Lang LaSalle hat das Jubiläum dennoch zum Anlass genommen, die Einzelhandelsentwicklung des Boulevards einmal genauer zu untersuchen.

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City-West vs. historische Mitte? Berlin verträgt mehrere Zentren
Nach der Vereinigung mehrten sich mit dem wachsenden Interesse an der historischen Mitte und der
wiederbelebten Friedrichstraße die Zweifel an der Zukunftsfähigkeit des Kurfürstendamms. Dabei hatte zum damaligen Zeitpunkt allein das KaDeWe mehr Verkaufsfläche als die gesamte Friedrichsstraße. Heute weiß man, dass die Metropole Berlin mehrere Zentren verträgt. Der Kudamm hat nach wie vor die Nase vorn und ist zusammen mit der Tauentzienstraße das Aushängeschild des Berliner Einzelhandels. Darüber hinaus zählt er ohne Zweifel zu den renommiertesten europäischen Prachtboulevards. Nicht umsonst waren die Pariser Champs-Élysées das bauliche Vorbild. Auch wenn der Kudamm am Ende nur halb so breit geraten ist.

Bei aller Tradition - auch der Kudamm lebt von Neuerungen
Zwar sind im Laufe der Jahre Kinos, Cafes, Restaurants und Galerien verschwunden. Aber Wandel
gehört zu jedem guten Einkaufsboulevard. Andreas Kogge, Leiter Einzelhandelsvermietung bei Jones
Lang LaSalle in Berlin: „Jeder Verlust der nicht selten altbackenen Traditionsmieter wurde als Tragödie beurteilt. Die Cafes Kranzler oder Möhring zogen zwar kaum noch Gäste, dafür aber umsomehr Nostalgiker an. Natürlich hat sich vieles verändert. Niedergangsszenarien sind aber fehl am Platze. Im Gegenteil: Das neue Gesicht steht dem Kudamm des Jahres 2011 sehr gut.“