Cookie Fehler:

Cookies sind in Ihrem Browser deaktiviert. Um alle Funktionen z.B. das Login nutzen zu können, müssen Cookies aktiv sein. Bitte aktivieren Sie Cookies in Ihrem Browser.

   
    Drucken Drucken  Diesen Artikel zu den Favoriten hinzufügen Favoriten

Berliner Immobilien nachgefragt wie nie

.
Vor allem in Mitte war die Preissteigerung mit 25,9 Prozent auf 1.700 Euro/m² Wohn- und Nutzfläche in Standardlagen und 20 Prozent auf 2.400 Euro/m² Wohn-/Nutzfläche in Vorzugslagen erheblich (Schwerpunktkaufpreise für Wohn- und Geschäftshäuser ab 12 WE) Spitzenreiter bleibt jedoch Charlottenburg-Wilmersdorf mit Schwerpunktpreisen von 1.800 Euro/m²in Standardlagen beziehungsweise 2.500 Euro/m² in Vorzugslagen.

Berliner Umland im Aufwind
Die brandenburgischen Städte und Gemeinden im Berliner Umland profitieren stark vom Angebotsmangel und den stark gestiegenen Kaufpreisen in der Hauptstadt. Die Grundstücks- und Hauskaufpreise sind nahezu flächendeckend um fünf bis zehn Prozent gestiegen. Besonders nachgefragt werden Wohnlagen im Umkreis von rund einem Kilometer um die S- und Regionalbahnhöfe. Spürbar ist dies vor allem an der wachsenden Zahl neugebauter Ein- und Zweifamilienhäuser. Aber auch Grundstücke mit einer guten Anbindung an den neuen Hauptstadtflughafen BER sind beliebt. Die zahlreich durchgeführten Schallschutzmaßnahmen werten die Wohnlagen auf und führen zu weiteren Preissteigerungen.

Auch der Immobilienmarkt der brandenburgischen Landeshauptstadt ist ungebrochen im Aufwind. Ein- und Zweifamilienhäuser werden teurer. Die Preise liegen mittlerweile zwischen 200.000 Euro in einfachen und 430.000 Euro in sehr guten Lagen. Ebenfalls nach oben geht es im Mietmarkt. In mittleren bis guten Wohnlagen stiegen die Wohnungsmieten um rund sechs Prozent auf 9 Euro/m²Wohnfläche. Die Spitzenmieten bleiben hingegen stabil bei 11,50 Euro/m².

Ausblick: Berliner Senat muss gestalten statt verwalten
Berlins rasantes Bevölkerungswachstum hat eine Nachfragewelle ausgelöst, die durch den Markt nicht mehr in jeder Lage flächendeckend bedient werden kann. Hält diese Entwicklung an, kennen die Preise in allen Immobilienteilmärkten nur den Weg nach oben. „Der Berliner Senat muss endlich handeln, das reine Verwalten der Metropole reicht nicht aus. Die Hauptstadt braucht Neubau - in allen Lagen und Ausstattungsklassen“, sagt Dirk Wohltorf. Der Vorstandsvorsitzende des IVD Berlin-Brandenburg betont, dass flexible Förderprogramme für den Wohnungsneubau und ein attraktiver Infrastrukturausbau bisher weniger beachteter Bezirke auf der Tagesordnung stehen sollten. Wohltorf: „Gesetze, wie die Mietpreisbremse, jetzt womöglich in einer fatalen zweiten Runde zur Vollbremsung des Marktes ausgebaut, werden nicht Teil der Lösung sein. Probleme, die das Marktungleichgewicht mit sich bringt, werden so intensiviert und verlängert. Auch der dauerhaften Erhöhung der „Strafsteuer“ für den Eigentumserwerb, Grunderwerbsteuer genannt, muss Einhalt geboten werden. Der IVD Berlin-Brandenburg fordert beispielsweise die Befreiung von Selbstnutzern beim Erstkauf, um mehr Anreize für den Eigentumserwerb zu setzen. Berlin braucht Mut zur Gestaltung. Dass der Senat dazu in der Lage ist, muss er jetzt beweisen.“