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Berliner Büromarkt präsentierte sich im ersten Halbjahr auf Rekordniveau

Zur Jahreshälfte liegt das Vermietungsvolumen auf dem Berliner Büroflächenmarkt bei 314.000 m². Damit wurde in der Hauptstadt das umsatzstärkste erste Halbjahr der vergangenen zehn Jahre registriert. Nach einem beeindruckenden Jahresauftakt mit einem Flächenumsatz von rund 148.000 m², hat der Markt im Frühsommer noch einmal an Dynamik gewonnen und im zweiten Quartal ein Ergebnis von 166.000 m² erzielt. Damit liegt das Halbjahresergebnis rund 66 % über dem Durchschnitt der letzten Dekade und 55 % über dem Ergebnis des letzten Jahres.

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Nach Cushman & Wakefield hat sich das Marktgeschehen insbesondere in der Größenklasse zwischen 5.000 m² und 10.000 m² in den vergangenen Monaten belebt und wesentlich zur Umsatzsteigerung beigetragen. Zwölf Verträge über insgesamt rund 76.220 m² wurden in dieser Größenklasse abgeschlossen – mehr als im gesamten Jahr 2010 (sieben Verträge über insgesamt 47.200 m²). „Im Segment unter 1.000 m² präsentiert sich der Berliner Markt so aktiv und stabil wie eh und je“, so Lisa Ebert aus der Berliner Bürovermietungsabteilung von C&W. „Erfreulich sind auch die bereits im ersten Halbjahr registrierten Großverträge jenseits der 10.000-m²-Marke. Der entscheidende Schub für den Markt kam allerdings aus dem mittleren Flächensegment. Das Bemerkenswerte ist nicht nur die Steigerung der Vertragszahl und des Flächenumsatzes, sondern insbesondere die Expansionsdynamik, die hinter dieser Entwicklung steckt. Das Gros der Verträge in dieser Kategorie ist der Abteilung ‚Expansion und Neuansiedlung‘ zu zuordnen. Beispiele sind die von Amazon (9.000 m²), dem Land Berlin (7.500 m²) und Zalando (4.000 m²), der Online Händler ist das letzte Jahr sehr stark gewachsen und stoßt mittlerweile auch in immer neue Bereich vor, zuletzt mit einem Outdoor-Shop. Ein positives Zeichen für den Standort Berlin.“

Der Berliner Büroflächenmarkt wird wie im Vorjahr von einer über alle Branchen hinweg gestiegenen Nachfrage getragen. Neben der Öffentlichen Hand präsentierten sich insbesondere Beratungsunternehmen (16 % Marktanteil), Unternehmen aus der Gesundheitsbranche (11 %) sowie Bildungs- und Sozialeinrichtungen (10 %) als starke Mietergruppen. Auf den nächsten Plätzen folgen Unternehmen aus den Bereichen Handel (9 %) und IT (8 %).

Im zweiten Quartal in Folge ist die Leerstandsrate in der Bundeshauptstadt gesunken, wenn auch nur moderat von 8,3 % auf aktuell 8,2 %. Ende Juni 2011 stehen bei einem Flächenbestand von 17,37 Mio. m² rund 1,42 Mio. m² kurzfristig zur Verfügung. „Weiterhin kommen kaum spekulativ errichtete Flächen neu auf den Markt, während die Nettoabsorption steigt“, so Ebert. „Für das zweite Halbjahr erwarten wir eine Fortsetzung dieser Entwicklung, so dass der Leerstand weiter sinken dürfte. Dies gilt insbesondere für hochwertige Flächen in Berlins Innenstadtlagen. Bereits jetzt wird es in manchen Lagen eng für Unternehmen, die neue Flächen ab 1.000 m² suchen.“

Im ersten Halbjahr wurden insgesamt 33.400 m² Büroflächen fertig gestellt. Rund 277.000 m² befinden sich in Bau. Die Spitzenmiete liegt im Sommer 2011 weiterhin bei 21,00 Euro pro m² monatlich, steht aber angesichts der sinkenden Flächenleerstände im Top-Segment bei anhaltend hoher Nachfrage in Berlins Spitzenlagen unter Druck. „Für die zweite Jahreshälfte zeichnet sich ganz klar eine Steigerung der Spitzenmiete ab“, betont Lisa Ebert und führt fort: „Der Berliner Markt hat deutlich an Dynamik gewonnen. Neue Mietverträge werden zunehmend schneller endverhandelt und Incentive-Pakete verlieren sukzessive an Umfang. Wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend im zweiten Halbjahr fortsetzen wird. Genauso rechnen wir damit, dass sich die Flächennachfrage auf einem ähnlichen Niveau wie in den vergangenen Monaten bewegen wird. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird das Jahresergebnis jenseits der 550.000 m² liegen.“