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Berliner Büromarkt mit überdurchschnittlichem Jahresergebnis

Nach einem starken Start ins Jahr 2010 und einem verhaltenen zweiten und dritten Quartal überraschte der Berliner Büromarkt mit einem rasanten Endspurt und einem überdurchschnittlichen Jahresergebnis. So lautet das Fazit der Analyse von Aengevelt Research. Die Prognose: Der Büroflachenumsatz bleibe 2011 stark und stabil. Leerstände könnten moderat abgebaut werden.

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Insgesamt erreichte der Berliner Büromarkt 2010 mit einem Büroflächenumsatz (inkl. Eigennutzer) von rund 503.000 m² laut Analyse eine deutliche Steigerung um zwanzig Prozent gegenüber dem Vorjahr (2009: rund 420.000 m²). Auch im Vergleich mit dem 10-Jahresmittel (Durchschnitt von 2000 bis 2009: rund 472.000 m²) war das Jahr 2010 ein außerordentlich starkes Umsatzjahr, so Aengevelt Research. Berlin liege damit im Vergleich der deutschen „Big Five“ hinter München (600.000 m²) auf Platz zwei vor Hamburg (485.000 m²) und Frankfurt (475.000 m²). Während die Vermietungsleistung lediglich moderat um fünf Prozent auf rund 423.000 m² gestiegen ist, wuchs der Anteil der Eigennutzer 2010 mit rund 80.000 m² deutlich um mehr als siebzig Prozent. Aufgrund der guten Beschäftigungsentwicklung zeichne sich auch für das laufende Jahr 2011 eine rege Nachfrage nach Büroflächen in Berlin ab, so der Ausblick von Aengevelt Research. Gestützt werde dies unter anderem durch die Erwartung, dass eine Reihe international agierender Unternehmen ihr Engagement in der Bundeshauptstadt im Zuge des Flughafenausbaus weiter ausbauen starten werden.

Prognose für 2011
Für das Jahr 2011 prognostiziert Aengevelt Research daher einen erneut starken und zum Vorjahr weitgehend stabilen Büroflächenumsatz um rund 485.000 m². Hierbei werde insbesondere die Vermietungsleistung weiter steigen, während sich bei den Eigennutzern ein rückläufiger Anteil abzeichne. Angesichts einer 2011 wieder positiven Nettoabsorption an Büroflächen und einem relativ geringen Umfang spekulativ errichteter Neubauflächen erwartet Aengevelt Research einen (moderaten) Abbau der Büroleerstände und eine deutliche Verbesserung von Angebots-Nachfrage-Relationen in vielen innerstädtischen Bürolagen. Damit setze sich zugleich der Trend steigender Büromieten in Berlin fort, heißt es. Insbesondere in den guten und sehr guten Bürolagen mit allmählichen Angebotsverknappungen zumindest für spezifische Mietgrößen- und Nutzeransprüche könnte sich das Tempo für Mietsteigerungen erhöhen.

Büroflächenumsätze nach Lagen
Während im Vorjahr -¬ bedingt durch die Nachfrage unter anderem seitens der Arbeitsagenturen -¬ die Flächenumsätze in den Berliner Randbereichen noch dominierten, hat sich Berlins Mitte (Bezirk) inzwischen wieder die Führungsposition zurück erobert, analysiert Aengevelt Research. Allein auf das Gebiet der City-Ost, dem unter anderem der Potsdamer Platz, der Alexanderplatz und Teile des neu zu entstehenden Quartiers um den Berliner Hauptbahnhof zugeordnet sind, seien 2010 mit rund 217.000 m² etwa 43 Prozent der Berliner Flächenumsätze gefallen (2009: 101.000 m² und 24 Prozent). Auf die City-West entfielen rund 36.000 m² (2009: rund 38.000 m²). Die Marktquote sank von neun auf sieben Prozent. Auf Cityrand und erweiterten Cityrand entfielen etwa 125.000 m² beziehungsweise etwa 68.000 m² (2009: rund 88.000 m² beziehungsweise rund 105.000 m²). Im Randbereich wurden mit rund 57.000 m² 2010 etwa 30.000 m² weniger Fläche umgesetzt als im Vorjahreszeitraum.