Cookie Fehler:

Cookies sind in Ihrem Browser deaktiviert. Um alle Funktionen z.B. das Login nutzen zu können, müssen Cookies aktiv sein. Bitte aktivieren Sie Cookies in Ihrem Browser.

    Drucken Drucken  Diesen Artikel zu den Favoriten hinzufügen Favoriten

Berliner Büroflächenumsatz übertrifft Erwartungen

Zahlen auf einen Blick (1 / 3)

Nach Einschätzung des Unternehmes Angermann Real Estate Advisory AG hat der Flächenumsatz auf dem Berliner Büromarkt 2010 selbst die kühnsten Erwartungen übertroffen. Mit einer Vermietungsleistung von ca. 515.000 m² konnte laut Angermann das beste Ergebnis seit 2007 erzielt werden. Im Vergleich zum Gesamtjahr 2009 bedeutet dies ein deutliches Plus von 26 %. Ein wesentlicher Faktor für das gute Abschneiden liege in der Anzahl der Großvermietungen begründet, die im vierten Quartal realisiert werden konnten. „Durch die gestiegene Nachfrage hat sich allerdings die ohnehin bereits angespannte Situation im hochwertigen Großflächenbereich, insbesondere in zentraler Lage, nochmals erheblich verschärft“, sagt Tibor Frommold, Vorstand der Angermann Real Estate Advisory AG Berlin. Nutznießer sind weniger attraktive Großflächen, die durch diesen Umstand weiter vermittelbar bleiben. „In den kommenden Jahren sind Investoren gefordert, dem wachsenden Bedarf an qualitativ hochwertigen Büroflächen in allen Segmenten Rechnung zu tragen. Der hohe Vorvermietungsstand von Neubauprojekten sollte Mut machen, bereits bestehende Bauvorhaben aus der Schublade zu holen und diese umzusetzen. Insgesamt ist zu konstatieren, dass Berlin die Wirtschaftskrise hinter sich gelassen hat und optimistisch in die Zukunft blicken kann. Für 2011 ist deshalb ein erneuter Büroflächenumsatz im Bereich um die 500.000 m² durchaus realistisch“, prognostiziert Frommold.

.

Von dem positiven Vermietungsergebnis im vierten Quartal 2010 blieb laut Angermann Real Estate Advisory auch die Mietpreisentwicklung nicht unberührt. So konnte die Spitzenmiete im Vergleich zum dritten Quartal 2010 einen Anstieg von 20,00 €/m² auf 21,00 €/m² verzeichnen. Auch die Durchschnittsmiete stieg in der Hauptstadt spürbar an. Trotz erheblich gewachsener Nachfrage in den letzten Monaten sei der Wechsel vom Mieter- zum Vermietermarkt derzeit noch kein Thema. „Incentives bleiben deshalb weiterhin ein probates Mittel zur Mietergewinnung. Dies liegt unter anderem darin begründet, dass viele Objekte immer noch weit von den Mietpreisen entfernt sind, die bei ihrer Erstellung kalkuliert wurden. Entsprechend werden Incentives auch dafür genutzt, den Nominalmietzins, der ein wichtiger Faktor beim Verkauf einer Immobilie ist, marktüblich zu gestalten“, erklärt Frommold.

Im Standort-Ranking bleibt Berlin Mitte mit einem Flächenumsatz von ca. 146.400 m² die beliebteste Lage der Hauptstadt. Verglichen mit 2009 konnte das Ergebnis mehr als verdoppelt werden. Den zweiten Platz sicherte sich mit ca. 52.000 m² Charlottenburg. Hierbei ist allerdings zu berücksichtigen, dass allein ca. 29.500 m² auf die Anmietung des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR) im Ernst-Reuter-Haus entfallen. „Trotz des vermeintlich guten Ergebnisses muss Charlottenburg weiter um seine Position kämpfen. Immer noch kommen zu viele Vermietungen aufgrund des Mangels an attraktiven Flächen nicht zustande. Wie bereits im Ansatz geschehen, muss durch attraktive Neubauprojekte weiter versucht werden, das Viertel dem hohen Niveau von Berlin Mitte anzugleichen“, so Frommold. Ein Blick auf die Branchenstatistik und die getätigten Großvermietungen zeige, dass die öffentliche Hand weiterhin wichtigster Wirtschaftszweig auf dem Büromarkt der Hauptstadt ist. Neben dem ebenfalls sehr aktiven Dienstleistungssektor traten 2010 auch Verbände, Call Center, Online-Vertriebsgesellschaften sowie die Film- und Medienbranche stark in Erscheinung.