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Berlin - Weniger Vermietungen als im Vorjahr

Nach der Auswertung von insgesamt 171 Mietverträgen für das erste Quartal des Jahres 2006 legte die Berliner Niederlassung des Maklerunternehmens CATELLA EUREAL nun ihren Quartalsbericht Q1 vor, welcher der Bundeshauptstadt eine Verringerung der Vermietungsleistung gegenüber dem Vorjahr um rund 37 % bescheinigt. Insgesamt wurden in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres in Berlin etwa 106.200 m² Bürofläche vermietet, rund 57.300 weniger als im Vorjahr. Der darin enthaltene Anteil von ca. 8,6% an Eigennutzern (ca. 9.100 m²) fällt weiterhin relativ gering aus.

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Christian Leska, Leiter der Vermietungsabteilung bei CATELLA EUREAL in Berlin, begründet die Verringerung der Vermietungsleistung vorrangig mit Sondereinflüssen in 2005. So haben allein die Anmietungen der Bundesagentur für Arbeit in der Bundeshauptstadt im ersten Quartal 2005 mit rund 40.000 m² zu Buche geschlagen. Vor diesem Hintergrund müsse auch ein Rückgang von rund 57.300 m² betrachtet werden. Im Vergleich zu der Vermietungsleistung anderer Bürostandorte in Deutschland sei der Start in Berlin als positiv zu bewerten.

Während der durchschnittliche Mietzins für das gesamte Stadtgebiet im vergangenen Jahr noch bei € 10,12/m² lag, stieg er im ersten Quartal um ca. 4,6% auf € 10,59/m² an. Die gewichtete Spitzenmiete liegt aktuell bei € 20,02/m² und verbleibt damit auf dem Niveau von 2005.

Die Nachfrage nach den begehrten Innenstadtlagen wird auch aufgrund dieser Entwicklung im laufenden Jahr wohl weiter zunehmen. Derzeit erfreut sich der Bezirk Mitte noch immer der größten Beliebtheit. Bei einem Flächenumsatz von ca. 42.500 m² und einem durchschnittlich erzielten Mietzins von € 12,34/m² haben die anderen Bezirke mit großem Abstand das Nachsehen.

Bei einem Gesamtbestand von rund 18,19 Millionen m² Bürofläche verzeichnet die Stadt einen aktuellen Leerstand von ca. 9,3%, was einem Flächenvolumen von rund 1,69 Mio. m² entspricht. Im laufenden Jahr wird von der Fertigstellung von etwa 170.100 m² neuer Bürofläche ausgegangen, von der rund 126.500 m² spekulativ ist und noch Mieter sucht.

Christian Leska geht vor diesem Hintergrund davon aus, dass sich der Flächenumsatz in 2006 zwischen 480.000 m² und 500.000 m² bewegen wird und damit das Niveau des Vorjahres von ca. 544.000 m² nicht ganz erreicht. Dies, so betonte Leska noch einmal, sei jedoch eine Prognose, die Sondereinflüsse wie die Großanmietungen des letzten Jahres durch die Bundesagentur für Arbeit für das laufende Jahr nicht ins Kalkül ziehe. Ohne diese müsse ein Ergebnis um 500.000 m² als ausgesprochen erfreulich angesehen werden.