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Berlin: Städtebaulicher Wettbewerb für Stadtquartier an der Heidestraße abgeschlossen

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, die Deutsche Bahn und Vivico haben heute die Preisträger des städtebaulichen Wettbewerbs für das neue Stadtquartier an der Heidestraße in Berlin bekannt gegeben. Unter dem Vorsitz von Professor Carl Fingerhuth (Zürich) verlieh das Preisgericht den ersten Preis an die Arbeitsgemeinschaft von KCAP/ASTOC (Rotterdam/Köln/Zürich) und Studio Urban Catalyst (Berlin).

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Senatsbaudirektorin Regula Lüscher, Prof. Dr. Jens-Uwe Fischer (Leiter Sanierungsmanagement Deutsche Bahn AG) und Bernhard H. Hansen (Vorsitzender der Geschäftsführung Vivico) äußerten gleichermaßen ihre Zufriedenheit mit den Ergebnissen des Wettbewerbs. Dabei hob die Senatsbaudirektorin die hohe Bedeutung des Prozesses zur Entwicklung des Areals hervor: „Die Bedeutung dieses rund 40 Hektar großen Areals an der Heidestraße kann für die Berliner Stadtentwicklung gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Daher war und ist es uns sehr wichtig durch ein transparentes und kooperatives Verfahren möglichst viele Fachmeinungen zu berücksichtigen. Dies ist bisher vorbildlich gelungen und uns liegt nun eine robuste Grundlage für das sich anschließende Masterplanverfahren vor.“

Bernhard H. Hansen betonte: „Die Ergebnisse des Wettbewerbs zeichnen sich durch ein hohes Verständnis für die Anforderungen an ein lebendiges, urbanes und insbesondere nachhaltiges Stadtquartier aus. Damit sind die wesentlichen Parameter erfüllt, um nun ein sowohl ökologisch, sozial als auch ökonomisch zukunftsfähiges Gesamtkonzept zu entwickeln.“

Prof. Dr. Jens-Uwe Fischer von der Deutschen Bahn ergänzte: „Für uns als Mobilitäts- und Logistikdienstleister war insbesondere auch der Nachweis einer sinnvollen zukunftsorientierten Nutzungsmischung aus Wohnen, Büro, Einzelhandel und Gewerbe wichtig, die in mehreren Etappen realisiert werden, damit sich ein neues innerstädtisches urbanes Stadtquartier bilden kann. Dies ist allen Beteiligten insbesondere der Arbeitsgemeinschaft von KCAP/ASTOC und Studio Urban Catalyst jedoch in ganz hervorragender Weise gelungen.“

Mit dem zweiten Preis zeichnet das Preisgericht die Arbeit der Arbeitsgemeinschaft von stegepartner Architektur und Stadtplanung (Dortmund) und lohrer.hochrein landschaftsarchitekten (München) aus. Die Arbeit von Hilmer & Sattler und Albrecht (München/Berlin) und Keller Landschaftsarchitekten (München) wurde mit dem dritten Preis gewürdigt. Weiterhin hatten sich in dem von Vivico in Zusammenarbeit mit dem Land Berlin und der Deutschen Bahn ausgelobten Wettbewerb die Arbeitsgemeinschaften AS&P (Frankfurt) mit Büro Kiefer Landschaftsarchitektur (Berlin) sowie scheuvens + wachten (Dortmund) mit brosk landschaftsarchitektur freiraumplanung (Essen) qualifiziert.

In seiner Laudatio anlässlich der ebenfalls heute eröffneten Ausstellung der Wettbewerbsbeiträge lobte der Vorsitzende des Preisgerichts, Prof. Carl Fingerhuth, das hohe Niveau des Wettbewerbs: „Alle eingereichten Arbeiten haben sich auf sehr hohem Niveau der anspruchsvollen Aufgabe gestellt. Zu dieser Qualität hat sicher auch das offene, kooperative Verfahren beigetragen. Bei dem Wettbewerb handelt es sich nicht um ein architektonisches Projekt für das Gebiet, sondern um die Su-che nach einem städtebaulichen Konzept. In diesem sollen für die Identität des Ortes und für die Sicherung der Qualität des öffentlichen Raumes die unerlässli-chen Festlegungen getroffen werden. Das Konzept von KCAP/ASTOC zeichnet sich gerade in dieser Hinsicht durch einen hervorragenden Umgang mit dem Areal aus. Es wird ein großes Gesamtkonzept definiert, aber auch günstige Voraussetzungen für eine vielfältige und spannungsreiche Gestaltung der einzelnen Teile geschaffen.“

Der Siegerentwurf wird nun Grundlage für das sich anschließende Masterplanverfahren sein. In diesem Verfahren werden weitere Details des künftigen Quartiers erarbeitet und abschließend in einem rechtskräftigen Bebauungsplan festgehalten. Die Projektpartner gehen davon aus, dass hiermit im Jahr 2011 gerechnet werden kann.