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Berlin: Stadtumbau im Märkischen Viertel gestartet

Mit einer ersten Steuerungsrunde unter Vorsitz der Staatssekretärin Hella Dunger-Löper startete gestern der Stadtumbau im Märkischen Viertel.

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An der Steuerungsrunde, die in den Räumen des größten Wohnungseigentümers im Märkischen Viertel, der Gesobau, stattfand, nahmen auch Marlies Wanjura, Bezirksbürgermeisterin von Reinickendorf, Peter Senftleben, Bezirksstadtrat für Jugend und Familie, Thomas Ruschin, Bezirksstadtrat für Bürgerdienste und Ordnungsangelegenheiten sowie Jörg Franzen, Vorstand der Gesobau, teil.

Es wurden erste Vorstellungen für die zukünftige Entwicklung des Märkischen Viertels sowie die nächsten Schritte im Rahmen der Erarbeitung des städtebaulichen Entwicklungskonzepts diskutiert. Ein besonderer Schwerpunkt beim Stadtumbau im Märkischen Viertel wird auf der Beteiligung und Mitbestimmung aller relevanten Akteure in der Großsiedlung liegen: den Bewoh¬nerinnen und Bewohnern, den Gewerbetreibenden, Bildungseinrichtungen, Vereinen, Initiativen, etc.

Am 01.10.2008 sollen die bisherigen Vorstellungen zur Weiterentwicklung des Märkischen Viertels der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Staatssekretärin Hella Dunger-Löper: „ Unter dem Dach des Stadtumbaus sollen die vielfältigen Aktivitäten und Investitionsmaßnahmen im Märkischen Viertel koordiniert werden. In Großsiedlungen kann der Stadtumbau mit Klimaschutzmaßnahmen, Integrations- und Bildungsprojekten, Anpassungen von Wohnungen und öffentlicher Infrastruktur an die Anforderungen des demografischen Wandels kombiniert werden. Deshalb ist so eine ganzheitliche Aufwertung des Märkischen Viertel möglich. Elementar ist dabei die intensive Beteiligung der im Märkischen Viertel lebenden und arbeitenden Menschen, um die Wünsche und Bedürfnisse vor Ort genau zu ermitteln.“

Der Senat hatte in seiner Sitzung am 06.05.2008 beschlossen, das Märkische Viertel in das Förderprogramm Stadtumbau West aufzunehmen. Im Märkischen Viertel soll ein Modellprojekt für energetische Sanierung und integrierte Stadtentwicklung in enger Kooperation mit den Wohnungseigentümern durchgeführt werden. Im Rahmen des Stadtumbaus soll die Wohn- und Lebensqualität im Märkischen Viertel erhöht und über die integrierte Entwicklung des Stadtteils die Aufwertung des öffentlichen Raums und der sozialen Infrastruktur mit der baulich-energetischen Sanierung der Wohnungen verbunden werden. Die Sanierung erfolgt durch das größte Wohnungsunternehmen im Märkischen Viertel, die Gesobau.

Voraussetzung für die Aufnahme in das Programm Stadtumbau West ist die Erarbeitung eines städtebaulichen Entwicklungskonzepts bis Oktober 2008. Auf dieser Grundlage wird der Senat die Aufnahme in das Förderprogramm Stadtumbau West sowie die Abgrenzung des Fördergebiets Märkisches Viertel voraussichtlich im November 2008 beschließen.

Das Märkische Viertel entstand als erste Großsiedlung im Westteil Berlins in den Jahren 1963 bis 1975. Insgesamt wurden auf einer Fläche von 3,2 km² ca. 16.400 Wohnungen, elf Schulen, mehrere Freizeit- und Kultureinrichtungen sowie das Stadtteilzentrum „Märkisches Zentrum“ errichtet. Das Märkische Viertel ist mit seiner städtebaulich prägnanten und architektonisch abwechslungsreichen Struktur ein bedeutendes Beispiel für den Siedlungsbau der Sechziger- und Siebzigerjahre des vorigen Jahrhunderts in Berlin. Die Großsiedlung hat heute 36.200 Einwohner.