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Berlin: Richtfest für ein Bauvorhaben der besonderen Art

Als Generalunternehmer errichtet die NCC Deutschland GmbH in Berlin erstmals einen Gebäudekomplex nach dem international üblichen Partnering-Konzept. Mit Erfolg: Die Chancen stehen gut, die Bauarbeiten früher als geplant abzuschließen.

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Es ist ein Bauvorhaben mittlerer Größe, über dem am 11. April, um 14.30 Uhr, im Berliner Südosten die Richtkrone hochgezogen wird: Auf einer ehemaligen Baulücke an der Lüdersstraße in der Altstadt von Berlin-Köpenick errichtet das Bau- und Immobilienunternehmen NCC derzeit als Generalunternehmer ein vier- und fünfgeschossiges Gebäude mit 13 Mietwohnungen und zwei Gewerbeeinheiten, dazu - im Hof - eine Zeile mit fünf Reihenhäusern. Und doch prägt eine Besonderheit die Bauarbeiten, auf deren sichtbare Fortschritte an diesem Freitag Vertreter von NCC gemeinsam mit dem Investor Faber Immobilien GbR anstoßen werden.

Die Besonderheit besteht darin, dass NCC für die Realisierung des Komplexes erstmals eine in der deutschen Baubranche eher seltene Herangehensweise wählte: Das Partnering, zu Deutsch: das Konzept Partnerschaft.

Dieses im Generalunternehmerbereich international seit längerem übliche Konzept basiert auf dem Willen aller am Projekt beteiligten Akteure, sich als Team zu begreifen. Bauherr, Bauunternehmen und Architekten bilden wie im Sport eine Mannschaft und verpflichten sich nicht nur, ehrlich und vertrauensvoll miteinander umzugehen, sondern auch vereint nach effizienten Lösungen bei Schwierigkeiten zu suchen. Diese Grundregeln des Partnering müssen dabei schon lange vor dem ersten Spatenstich greifen.

So war es auch bei dem Bauvorhaben in Berlin-Köpenick. Für NCC, die Faber Immobilien GbR als Bauherren und den Architekten galt und gilt hier das Prinzip des offenen partnerschaftlichen Umgangs miteinander, der sofortigen Thematisierung von Problemen und der laufend aktualisierten Projektberechnung mit weitestgehend transparenter Kalkulation. Im Mittelpunkt steht einzig das Projekt, das so zügig, kostengünstig und nervenschonend wie möglich realisiert werden soll - ohne Abstriche bei der Qualität der Bauausführung.

Unterm Strich geht es bei dem Konzept Partnerschaft generell darum, für alle das Optimum aus dem gemeinsamen Bauvorhaben herauszuholen. Dennoch sollte niemand utopische Erwartungen hegen: „Wer vom Partnering ein Projekt ohne jegliche Probleme erhofft, wird schnell von der Realität eingeholt“, sagt NCC-Geschäftsbereichsleiter Ingvar Lundström: „Probleme sind nie gänzlich zu vermeiden. Das Partnering bietet aber wirksame Instrumente, mit ihnen umzugehen und Konflikte besser zu bewältigen.“

Bei dem Projekt in der Köpenicker Altstadt bereitete eine Zeit lang die Komplettsanierung der Lüdersstraße allen Beteiligten arge Kopfzerbrechen. „Die Anlieferung von Material für die Baustelle wurde dadurch erschwert“, berichtet NCC-Bauleiter Sven Göldner. Dass das Bauvorhaben dennoch „voll im Zeitplan liegt“, erklärt sich für Göldner auch aus den wirksamen Mechanismen des Partnering-Prinzips und der daraus resultierenden enormen Einsatzbereitschaft des gesamten Teams. „Solche Probleme lassen sich auch deshalb so gut meistern, weil alle an einem Strang ziehen und Lösungen schneller gefunden werden können“, so Göldner weiter.

Auch die erste Bilanz von NCC-Oberbauleiter Jörn-Ole Heyn fällt durchweg positiv aus: „Die auf Grundlage des Konzepts Partnerschaft zustande gekommene Zusammenarbeit zwischen uns und dem Bauherren, aber auch mit den Behörden, den Architekten und den Lieferanten lief reibungsfrei wie ein Schweizer Uhrwerk. Von Anfang an mit offenen Karten zu spielen, ist auf jeden Fall von Vorteil.“ Und noch etwas fügt Heyn hinzu: „Angesichts der Erfahrungen, die ich als Oberbauleiter mit dem Partnering gesammelt habe, will und werde ich mich dafür einsetzen, dass NCC das Konzept am Markt weiter anwenden wird.”

Nicht anders sieht das die Faber Immobilien GbR, die wie NCC mit dem Partnering in Berlin-Köpenick Neuland betrat. A. Kretzschmar, der als Vertreter des Bauherren mit im Partnering-Boot sitzt, betont: „Vertrauen ist eine entscheidende Sache bei einem Bauprojekt - immerhin geht es um viel Geld. Und in diesem Fall ergab sich aus dem Konzept Partnerschaft eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. So war, anders als sonst vielfach üblich, für uns von der Kostenseite her alles nachvollziehbar. So zogen bei Verhandlungen mit den Behörden tatsächlich alle an einem Strang. Natürlich sind wir davon begeistert.“ Deshalb werde, so Kretzschmar, auch die Faber Immobilien GbR beim Richtfest die Gelegenheit nutzen, die Möglichkeiten weiterer Partnering-Projekte mit NCC auszuloten.

Kretzschmar, Heyn und Göldner sind sich sicher, dass die Arbeiten an dem Komplex an der Lüdersstraße im Frühherbst abgeschlossen sein werden. Die endgültigen Übergabetermine werden zwar erst in den nächsten Tagen definitiv festgelegt, aber, so Göldner, „die Chancen stehen ausgesprochen gut, schon vorfristig fertig zu werden.“