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Berlin boomt - Drei neue Projekte am Start

Die Randlagen im Berliner Wohnungsmarkt gewinnen an Attraktivität. Der Nachfragedruck verlagert sich zunehmend in die Innenstadtrandlagen, in gut angebundene Quartiere außerhalb des Zentrums sowie auch in einfache Stadtrandlagen. Eine Entwicklung, die zu einer regen Bautätigkeit in der Hauptstadt führt. Allein in der letzten Woche gingen drei neue Projekte an den Start. In Mitte feierten sowohl Minerva als auch Patrizia den Baustart neuer Wohnbauprojekte, am Stadtrand - in der Spandauer Siemensstadt - legte Kondor Wessels mit einem neuen Projekt los.

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Die beiden Investoren Minerva und Patrizia setzen mit ihren Projekten auf den Bezirk Mitte. Eine gute Lagen, denn im Eigentumssegment werden hier die höchsten Preise (3.646 Euro/m²) für Eigentumswohnungen aufgerufen. Gefolgt von den Bezirken Friedrichshain-Kreuzberg (3.269 Euro/m²) und Charlottenburg-Wilmersdorf (3.129 Euro/m²).

Loftblick.17 in den Startlöchern
Am Hauptbahnhof geht der Aus- und Neubau los: Die Minerva GmbH realisiert unter dem Namen „Loftblick.17“ in einem Industriegebäude von 1905 großzügige Lofts und moderne Penthäuser angrenzend an Europacity und Regierungsviertel. Zusätzlich werden auch drei familienfreundliche Townhäuser neben dem Backsteinbau der einstigen Wertheim Warenhausgesellschaft entstehen. Insgesamt werden 34 Lofts mit Balkonen oder Gartenterrassen und mit Wohnflächen von 62 bis 165 m² sowie fünf Penthäuser mit bis zu 205 m² und Panoramaterrassen realisiert, zuzüglich der drei Townhäuser, die auf demselben Grundstück errichtet werden. Der Bezugstermin für das Projekt an der Lehrter Straße ist laut der BBI Immobilien GmbH, dem Alleinvertriebspartner des Bauträgers, für Sommer 2016 angesetzt.

Die für frühe Industriebauten typischen Merkmale des Gebäudes werden während der Baumaßnahmen bewusst erhalten. Dazu gehören die Backsteinfassade, die 3,55 Meter hohen Trägerdecken, die großen Verglasungen und die offenen Grundrisse. „Wir bewahren hier den Charakter echter Industrielofts, erneuern aber die gesamte Gebäudetechnik und sämtliche Installationen, sodass die Eigentümer die Vorzüge moderner Wohnstandards genießen können“, erklärt Jürgen Dienst, Geschäftsführer von Minerva. Viele Ausstattungsdetails, Materialien und Designs sind dabei individuell wählbar. Die drei neu entworfenen dreistöckigen Townhäuser werden Wohnräume zwischen 117 und 138 m² bieten, die nach Süden ausgerichtet sind und in den Badezimmern der oberen Etagen über Skylights mit Tageslicht versorgt werden. Die Bauarbeiten an dem außergewöhnlichen Ensemble beginnen Mitte März 2015, der Verkauf läuft bereits, die Preise in den Lofts beginnen bei 3.500 Euro/m².

Patrizia beginnt Bauarbeiten für „Meine Mitte“
Neben Minvera startete auch die Patrizia Immobilien AG in dieser Woche mit in Mitte mit ihrem neuen Projekt „Meine Mitte“. Die Aushubarbeiten für das Wohnprojekt, das auf dem ehemaligen Mauerstreifen an der Alten Jakobstraße 48a bis 52 geplant ist, laufen bereits. Der Investor wird dort nach Plänen des Architekturbüros KSP Jürgen Engel Architekten ein Wohnensemble mit 102 hochwertigen Eigentumswohnungen realisieren. Die Fertigstellung für das 40 Mio. Euro-Projekt zwischen Alexanderplatz, Checkpoint Charlie und Moritzplatz ist für 2016 vorgesehen.

Das Wohngebäude „Meine Mitte“, das von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) mit Silber vorzertifiziert worden ist und als KFW-Effizienzhaus 70 projektiert wird, ist optisch in fünf Häuser gegliedert, die für die Bewohner individuelle Adressen schaffen. Das Spektrum der Wohnungen reicht von komfortablen 1- bis 2-Zimmer-Wohnungen ab 33 m² über großzügige 4- bis 5-Zimmer-Wohnungen bis hin zu 110 m² großen Wohnungen, die sich gleichermaßen für Selbstnutzer und Kapitalanleger eignen. Die Wohnungen im Erdgeschoss sind mit 174 m² und großen Innenstadtgärten die größten Einheiten.

„Besonderes Highlight des Projekts wird die nahezu unverbaubare Sicht auf die benachbarten parkähnlichen Grünflächen sein, die zum Großteil erhalten und durch eine öffentliche Durchwegung begehbar bleiben wird“, berichtet Sven Göller, Head of Real Estate Development Germany North bei Patrizia. Diese freie Sicht ist im Zentrum Berlins selten. Gleichzeitig ist das Projekt ‚mittendrin‘. „Denn hier, wo einst die Mauer verlief, entwickelt sich ein neues lebendiges Stadtviertel, in dem sich viele kreative Unternehmen und unterschiedlichste Bewohner entsprechend der typischen Berliner Mischung angesiedelt haben.“ Alle Wohnungen werden über eine lichte Raumhöhe von rund 2,70 Metern, bodentiefe Fenster sowie großräumige Gärten, bzw. Balkone, Loggien oder Dachterrassen verfügen. Eine Tiefgarage mit rund 50 Stellplätzen sorgt für genügend Parkraum.

Baubeginn für 116 Wohnungen in Siemensstadt
Auf eine weniger zentrale, dafür aber gut angebundene Lage setzt Kondor Wessels. Der Bauträger hat in der Spandauer Siemensstadt mit dem Bau von 116 Mietwohnungen begonnen. Der Startschuss für die Realisierung fiel, nachdem das Projekt im Dezember 2014 von einer Münchner Kapitalanlagegesellschaft für deren Spezial-Sondervermögen erworben worden war.

Das geplante Wohnensemble am Jugendweg 10 besteht aus vier Gebäuden mit einer Gesamtwohnfläche von ca. 9.000 m² für insgesamt 116 Mietwohnungen auf einem ca. 8.600 m² großen Grundstück. Kondor Wessels plant die Fertigstellung bis 2017. Den zukünftigen Bewohnern in der Anlage stehen 64 Tiefgaragenstellplätze zur Verfügung. Die Zwei-, Drei- und Vierzimmerwohnungen verfügen über eine gehobene Ausstattung mit Balkonen bzw. Terrassen. Darüber hinaus werden die vier- bis fünfgeschossigen Gebäude mit Staffelgeschoss in Energie effizienter Bauweise errichtet und erfüllen die Norm der Energieeffizienzklasse KfW 70. Für die Fenster ist eine Dreifach-Isolierverglasung vorgesehen.

Kondor Wessels rechnet unter anderem wegen der ruhigen Lage, der guten vorhandenen Infrastruktur, der Anbindung an die Stadtautobahn sowie die U-Bahnlinie 7 auf eine weiter steigende Attraktivität des Wohnstandortes Siemensstadt. Zusätzlich macht sich die allgemeinen Sogwirkung des Immobilienbooms in der City West im Laufe der letzten Jahre immer mehr bemerkbar und sorgt am Standort für gesteigerte Nachfrage nach Wohnraum und eine deutliche Steigerung der Mietpreise. Die Höhe der Mieten steht noch nicht fest, dürfte aber wahrscheinlich angesichts des eigentlich niedrigen Mietniveaus in Spandau und der steigenden Nachfrage deutlich über Durchschnitt liegen, denn der Stadtrandbezirk verzeichnete in den vergangenen Monaten prozentual einen überdurchschnittlich hohen Mietzuwachs (+ 7,3 Prozent).