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Berlin: Neues Allzeithoch beim Investmentumsatz

Mit einem Investitionsvolumen von knapp 6,9 Milliarden Euro übertraf der Berliner Investmentmarkt nicht nur das hervorragende Ergebnis aus dem Jahr 2006 um knapp 65 Prozent, sondern stellte auch einen neuen Anlagerekord auf. Dies ergibt der „Investment Market Report 2008“ für die sechs wichtigsten deutschen Bürostandorte, den Atisreal, Deutschlands führender Berater für Gewerbeimmobilien, Ende Februar veröffentlichen wird.

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„Damit überholte die Hauptstadt auch München auf der Rangliste der bedeutendsten Investitionsstandorte“, sagt Sven Stricker (Bild l.), Berliner Niederlassungsleiter der Atisreal GmbH. „Berlin liegt nun nach Frankfurt, wo ein Rekordvolumen von 7,9 Milliarden Euro erzielt wurde, auf dem zweiten Platz. Getragen wurde das Ergebnis auch durch anteilig in Ansatz gebrachte Portfoliodeals, die knapp 57 Prozent zum Gesamtumsatz beitrugen.“

Die Anzahl der verkauften Immobilien erhöhte sich von 228 (2006) auf 287 und das durchschnittliche Volumen pro Deal stieg von gut 18 Millionen Euro auf 24 Millionen Euro. Mit 61 Prozent konnten großvolumige Transaktionen (über 50 Mio. €) den Großteil des Umsatzes auf sich verbuchen. An der Spitze der Investoren standen in Berlin erneut Equity und Real Estate Fonds, die für gut 26 Prozent des Gesamtergebnisses verantwortlich zeichnen. Auf den weiteren Plätzen folgen die offenen Fonds (19 %), Immobilien AGs (14,1 %) und die privaten Anleger (11,7 %). „Erfreulicherweise stieg der Anteil inländischer Käufer gegenüber dem Vorjahr deutlich an“, erklärt Stricker.
Auf Verkäuferseite wurde das Berliner Marktgeschehen bestimmt von den Immobilienunternehmen, die gut 26 Prozent des Volumens auf sich verbuchten. Nicht weit dahinter folgen die offenen Fonds (19,4 %) sowie die Gruppe der Bauträger und Projektentwickler (9,8 %), die 2007 jedoch deutlich weniger aktiv war als im Vorjahr (-21,3 Prozentpunkte). Ausländische Verkäufer zeigten sich verkaufsfreudiger als 2006 (7 %) und waren mit 13,1 Prozent am Gesamtvolumen beteiligt.

Im vergangenen Jahr konnte wieder ein Trend zu Büroimmobilien festgestellt werden, die für knapp 35 Prozent des Umsatzes verantwortlich zeichneten. Der Anteil der Einzelhandelsimmobilien sank vor allem wegen des geringen Angebots um etwa 20 Prozentpunkte auf aktuell 28,2 Prozent. Auf den weiteren Plätzen folgen die Verkäuferkategorien sonstige Immobilien (20,9 %, inkl. Daimler-Quartier), Gewerbe- und Industrieobjekte (9,4 %) und Entwicklungsgrundstücke (6,7 %).
Hinsichtlich der Verteilung des Investitionsvolumens nach Lagen löste die Topcity (43,5 %) die 2006 noch favorisierte City von der Spitzenposition ab, deren Anteil sich um knapp 11 Prozentpunkte auf 25,6 Prozent verringerte. Es folgen der Cityrand (18,8 %) und die Nebenlagen (12,1 %).

„Nachdem sich die Renditen bis zur Jahresmitte 2007 nach unten bewegten, zogen sie seit den Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten wieder an“, erläutert Stricker. Die Anpassungen erfolgten überwiegend im dritten Jahresquartal, so dass die Renditen in den letzten drei Monaten größtenteils stabil blieben.

Perspektiven: Auch 2008 lebhafter Investmentmarkt
„Auch für 2008 ist von einem lebhaften Investmentmarkt auszugehen, allerdings wird das Rekordergebnis des Jahres 2007 wohl kaum wieder erreicht werden“, prognostiziert Stricker. „Es darf jedoch von einem im langjährigen Vergleich hohen Transaktionsvolumen in Berlin ausgegangen werden. Zudem werden 2008 langfristig orientierte Anleger mit einem höheren Eigenkapitalanteil vermutlich stärker am Marktgeschehen beteiligt sein.“