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Berlin - Marktbelebung im zweiten Quartal

Berlin ist mit ca. 3,39 Millionen Einwohnern die größte Stadt Deutschlands. Der Büroimmobilienmarkt ist mit einem Bestand von 18,4 Millionen m² nach London und Paris der drittgrößte Europas. Die Bundesregierung und Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft machen Berlin zum politischen und wirtschaftlichen Zentrum in Deutschland. Früher stark industriell geprägt, vollzieht Berlin einen Strukturwandel zur Dienstleistungsmetropole. Wachstumsbranchen sind die Medienbranche, Werbung/PR, Medizin- und Umwelttechnologie und Tourismus.

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Im 1. Halbjahr 2006 wurde in Berlin ein Büroflächenumsatz von 186.000 m² erzielt. Damit wurden 19,8% weniger Büroflächen vermittelt als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Unerwartet ist dieser Umsatzrückgang nicht – war doch das Umsatzgeschehen im Jahr 2005 stark durch Sondereffekte wie die hohe Nachfrage der Bundesagentur für Arbeit bestimmt.
Diese mietete im 1. Halbjahr 2005 im Rahmen ihrer Umstrukturierung über 50.000 m² für ihre Job-Center an und war damit maßgeblich beteiligt an den guten Vermietungsumsätzen des Vorjahres. Betrachtet man die Büroflächenumsätze der Stadt Berlin im fünfjährigen Mittel, so liegt das 1. Halbjahr 2006 um ca. 7,7% darunter.

Im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Jahres 2006 präsentiert sich das zweite Quartal wieder stärker, das Umsatzvolumen erhöhte sich um 11,4%. Ingesamt wurden in den Monaten April bis Juni 98.000 m² Bürofläche angemietet (1. Quartal: 88.000 m²). Einige größere Gesuche, die zur Jahresmitte noch nicht umgesetzt waren, stehen noch in der Warteschleife. Die Berater von Dr. Lübke in Berlin
registrieren, dass sich bei den Vermietungen der Anteil von Flächenerweiterungen, Neugründungen und
Zuzügen erhöht hat.
Während der Anteil der öffentlichen Verwaltung an den Flächenanmietungen stark zurückgegangen ist, ist ein erhöhter Anteil von Beratungsunternehmen, Anwälten sowie der IT- und Medienbranche zu beobachten.

Räumlich findet eine verstärkte Orientierung auf die zentralen Lagen in der City-Ost und am Leipziger Platz statt. Bedingt durch die geringeren Neuanmietungen der öffentlichen Hand und der Verbände hat sich der Anteil der Großflächenanmietungen im Vergleich zum Vorjahr verringert.

Die Spitzenmiete steht seit zwei Jahren stabil bei 22,00 €/m². In guten Lagen werden Mietpreise bis zu 14,00 €/m² und in durchschnittlichen Lagen bis zu 9,00 €/m² erzielt.

Derzeit stehen in Berlin ca. 1.755.000 m ² zur kurzfristigen Anmietung zur Verfügung. Darin sind ca. 90.000 m² Untervermietungsflächen enthalten.

Die Leerstandsquote beträgt 9,6% und hat sich gegenüber dem 1. Quartal 2006 geringfügig um 0,1 Prozentpunkt erhöht. Im Leerstandsranking der deutschen Immobilienhochburgen nimmt Berlin damit den fünften Platz ein.

An erster Stelle steht Frankfurt (17,2%), gefolgt von Dresden (15,6%), dem Marktgebiet Düsseldorf (10,9%) und München (9,7%).

Positiv auf das Leerstandsniveau wird sich unter Annahme einer stabilen Umsatzentwicklung das geringere Neubauvolumen auf den Berliner Büromarkt auswirken. Die genehmigte Nutzfläche für neue Büro und Verwaltungsgebäude (2005: 62.500 m²) hat sich gegenüber 2003 um mehr als zwei Drittel reduziert.