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Dynamic Cities Index

Berlin klettert auf Platz 4

Im aktuellen Savills IM Dynamic Cities Index belegen London, Paris, Cambridge, Berlin und Amsterdam die Top 5 der dynamischsten Städte in Europa. Die bestplatzierte deutsche Stadt Berlin (4) konnte im Vergleich zum vergangenen Jahr einen Platz nach oben klettern. In den Top 20 konnten sich darüber hinaus mit München (6) und Frankfurt (16) zwei weitere deutsche Städte platzieren. In der Unterkategorie Vernetzung erzielte Berlin nach London und Paris sogar den dritten Platz.

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Auch andere europäische Länder zeigen ein positives Bild: Barcelona auf Rang 14 und Madrid auf Platz 20 unterstreichen die deutlich verbesserten Fundamentaldaten in Spanien nach dem Ende der Wirtschaftskrise. Auch Skandinavien entwickelt sich weiterhin überaus positiv. Alle nordischen Hauptstädte sind innerhalb der Top 30 vertreten.

Der Dynamic Cities Index listet die europäischen Städte und Stadtregionen mit dem langfristig besten Potenzial für erfolgreiche Investments in Gewerbeimmobilien. Er bildet das Gesamtergebnis aus Analysen der sechs separat gemessenen Kategorien Innovation, Inspiration, Inklusion, Vernetzung, Investment und Infrastruktur ab. Den dynamischsten Städten gelingt es, erfolgreich Talente anzuziehen und diese zu binden sowie Innovationen voranzutreiben. Dies fördert das Wohlstands- und Bevölkerungswachstum einer Stadt und bildet die Grundlage für florierende Gewerbeimmobilienmärkte. Das Beschäftigtenwachstum wirkt sich positiv auf den Bürosektor aus, die Steigerung des Wohlstands kommt dem Einzelhandel zugute, und der wachsende E-Commerce kurbelt die Nachfrage nach städtischer Logistik und Lagerflächen weiter an.

Eine langfristige Stadtentwicklung entscheidet über die Positionierung von Städten in der Zukunft. Zwischen 1998 und 2018 erzielten die zehn dynamischsten Städte ein BIP-Wachstum von 70 Prozent. Das Wachstum der 28 EU-Staaten lag demgegenüber bei nur 39 Prozent. Insbesondere in den letzten zehn Jahren ist die Schere des BIP-Wachstums deutlich auseinandergegangen. Laut Oxford Economics stieg zudem das Beschäftigungsniveau in den Top 10 im selben Zeitraum um 31 Prozent, gegenüber 15 Prozent im EU-Durchschnitt. Dies verdeutlicht: Den besonders zukunftsfähig aufgestellten Städten gelingt es mittel- bis langfristig, weniger fortschrittliche Städte und Regionen regelrecht abzuhängen.

"Die Attraktivität einer Stadt für langfristig angelegte Immobilieninvestments wird stark davon bestimmt, ob sie ein inspirierendes Umfeld schafft, in dem Menschen arbeiten und leben möchten. Angesichts des anhaltenden strukturellen Wandels durch disruptive Technologien, die alternde Bevölkerung, Urbanisierung und ökologische Herausforderungen müssen Immobilieninvestoren Standorte identifizieren, die sich als widerstandsfähig gegen vielfältige Veränderungen erweisen. Unser Dynamic Cities Index liefert einen Ausgangspunkt für die Mikroanalyse von Standorten bei Investitionsentscheidungen. Berlin kann mit vielen Trümpfen punkten. So besticht die Spreemetropole nicht nur durch eine hohe Dichte an Parks und Cafés, sondern auch durch eine äußerst lebendige Kunst- und Kulturszene. Die in Berlin besonders gelebte Offenheit und Toleranz zieht Künstler und Wissenschaftler aus der ganzen Welt an. Die Stadt bietet als Folge dessen ein hervorragendes Umfeld für Firmen aus dem Tech-Sektor, aber auch etablierten Branchen, zur Gewinnung von Talenten und Fachkräften. Davon hat der Gewerbeimmobilienmarkt in den vergangenen Jahren stark profitiert, und wir gehen davon aus, dass er sich weiter positiv entwickelt“, kommentiert Andreas Trumpp MRICS, Head of Research Europa bei Savills Investment Management.

Im Vergleich zu anderen europäischen Städten ist Berlin weiterhin relativ günstig. Dies könnte einer der Gründe dafür sein, dass die Stadt unter den 130 analysierten europäischen Städten die dritthöchste Zahl von Start-ups aufweist. Dies spiegelt sich neben dem hohen Anteil an Tech-Gründungen und der hohen Zahl von Patentanmeldungen auch in der sehr guten Platzierung in der Kategorie Innovation wider.

Die Faktoren, die Berlin zu einem inspirierenden Ort zum Arbeiten und Leben machen, sind auch die Grundlage für viele Investitionsentscheidungen. So hat die Siemens AG beschlossen, bis zu 600 Millionen Euro in das Projekt Siemensstadt 2.0 zu investieren [wir berichteten], das bis etwa 2030 ein 70 Hektar großes Industriegebiet aus dem 19. Jahrhundert in einen zukunftsfähigen, multifunktionalen Stadtteil verwandeln soll. Ein weiteres Beispiel ist der 5,5 Hektar große EUREF-Campus als Sitz von Unternehmen aus den Bereichen Energie, Nachhaltigkeit und Mobilität, der nicht nur mit intelligenten Gebäuden, sondern auch mit einer ästhetisch ansprechenden Architektur und einer Vielzahl von kreativitätsfördernden Begegnungsräumen Fachleute aus Forschung und Wissenschaft anziehen soll.