Cookie Fehler:

Cookies sind in Ihrem Browser deaktiviert. Um alle Funktionen z.B. das Login nutzen zu können, müssen Cookies aktiv sein. Bitte aktivieren Sie Cookies in Ihrem Browser.

    Drucken Drucken  Diesen Artikel zu den Favoriten hinzufügen Favoriten

Berlin Hyp: Stabiler Zins- und Provisionsüberschuss

Die Berlin Hyp erreichte erneut ein gutes Halbjahresergebnis - trotz schwieriger Märkte. Das operative Ergebnis (Betriebsergebnis vor Risikovorsorge) stieg um 6,6 Prozent auf 84,5 Mio. Euro (6/12 von 2007: 79,3 Mio. Euro). Ausschlaggebend dafür waren eine stabile Entwicklung im Zins- und Provisionsüberschuss und leicht rückläufige Verwaltungsaufwendungen. Die Berlin Hyp konnte somit das erste Halbjahr mit dem guten Ergebnis vor Steuern in Höhe von 36,1 Mio. Euro (38,4 Mio. Euro) abschließen. "Unser Geschäftsmodell erweist sich als zukunftsgerichtet und tragfähig - auch unter erschwerten Bedingungen", kommentiert Jan Bettink, Vorstandsvorsitzender der Berlin Hyp. "Die Finanzmarktkrise führte zwar zu Belastungen aus der Bewertung von Wertpapieren, doch dank unserer konservativen Anlagestrategie blieben die Auswirkungen überschaubar."

.

Zusammen mit der Landesbank Berlin wurden die Finanzierungsaktivitäten erfolgreich fortgeführt: Der Vertriebsbereich im gemeinsamen Geschäftsfeld Immobilienfinanzierung wurde mit einer erweiterten Führungsstruktur in den ersten sechs Monaten den veränderten Marktbedingungen angepasst. Damit soll dem wachsenden Geschäftsvolumen angemessen Rechnung getragen werden. Unverändert konzentrieren sich die Neugeschäftsaktivitäten mit 87 Prozent auf das Investorengeschäft. Der Rest entfällt auf Wohnungsunternehmen und zu einem sehr geringen Anteil auf Developer.

Das Immobilienneugeschäftsvolumen betrug zum 30. Juni 2008 1,5 Mrd. Euro (1,5 Mrd. Euro). Somit konnte die Bank trotz insgesamt rückläufiger Transaktionsvolumina an die sehr guten Vorjahresvergleichszahlen anknüpfen. Der Pfandbrief hat sich trotz schwieriger Marktbedingungen einmal mehr als krisenfestes Refinanzierungsinstrument bewährt. Die Berlin Hyp hatte durchgängig einen guten Zugang zum Kapitalmarkt und platzierte im ersten Halbjahr des Jahres Jumbo-Emissionen mit einem Gesamtvolumen von 2,6 Mrd. Euro. Alle Emissionen verliefen sowohl hinsichtlich der Konditionierung als auch der Marktresonanz sehr erfreulich.

Die Berlin Hyp erreichte einen Zinsüberschuss in Höhe von 116,0 Mio. Euro (6/12 von 2007: 112,8 Mio. Euro) und übertraf somit den Vorjahreswert um 3,2 Mio. Euro. Hierin wirkten sich positiv vereinnahmte Zinserträge aus der intensiven Betreuung notleidender Kreditengagements sowie realisierte Erträge aus derivativen Finanzinstrumenten aus.

Der Provisionsüberschuss entwickelte sich dank einiger Sondereffekte erfreulich und übertraf mit 7,8 Mio. Euro den Vergleichswert (4,5 Mio. Euro) mit 3,3 Mio. Euro deutlich. Die gute Entwicklung ist zudem auf das lebhafte Immobilienfinanzierungsneugeschäft zurückzuführen, das zu höheren Erträgen aus Kreditbearbeitungsentgelten führte.

Der Verwaltungsaufwand blieb mit 38,7 Mio. Euro um 0,8 Mio. Euro leicht unter dem anteiligen Vorjahreswert. Zwar erhöhte sich der Personalaufwand um 0,7 Mio. Euro auf 20,2 Mio. Euro, die anderen Verwaltungsaufwendungen verringerten sich jedoch um 1,9 Mio. Euro auf 14,1 Mio. Euro.

Trotz des insgesamt schwierigen Marktumfelds konnte die Berlin Hyp das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge um 5,2 Mio. Euro auf 84,5 Mio. Euro erneut steigern.

Die Cost-Income-Ratio verbesserte sich im Zuge dieser Entwicklung auf den im Branchenvergleich sehr guten Wert von 31,4 Prozent (33,3 Prozent).

Auch im Risikovorsorgebedarf verzeichnete die Bank weiterhin eine positive Entwicklung bei der Vermarktung und Aussteuerung risikobehafteter bzw. notleidender Darlehen. Der Abschirmungsbedarf für Immobilienkredite sank deshalb erneut auf 24,5 Mio. Euro (29,9 Mio. Euro).

Allerdings wurde dieser Fortschritt durch das Wertpapierergebnis üüberkompensiert: Die Finanzmarktkrise führte zu Kursabschlägen bei fast allen Assetklassen, denen sich die Berlin Hyp naturgemäß nicht entziehen konnte, obwohl sie nicht in strukturierten Produkten investiert ist. Es erhöhte sich der Bewertungsbedarf aus dem Wertpapiergeschäft zum anteiligen Vorjahreswert in Höhe von 10,9 Mio. Euro auf 23,8 Mio. Euro.

Nach Überkreuzkompensation weist die Bank einen Risikovorsorgesaldo in Höhe von 48,3 Mio. Euro (40,8 Mio. Euro) aus; das Betriebsergebnis nach Risikovorsorge betrug danach 36,2 Mio. Euro (38,5 Mio. Euro).

Zum Halbjahresschluss erreichte der Vorsteuergewinn 36,1 Mio. Euro (38,4 Mio. Euro), der zu einer Ertragsteuerbelastung in Höhe von 7,5 Mio. Euro (10,9 Mio. Euro) führte.

Mit 28,6 Mio. Euro erzielte die Bank einen gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Mio. Euro leicht erhöhten Halbjahresüberschuss.

Die Bilanzsumme ist seit Jahresbeginn um 2,6 Mrd. Euro auf 43,8 Mrd. Euro gewachsen. Wichtigste Komponente war das Kreditgeschäft mit Kunden und Kreditinstituten, dessen Bestand um 1,5 Mrd. Euro auf 32,3 Mrd. Euro angestiegen ist. Eine besonders erfreuliche Entwicklung zeigte dabei der Hypothekendarlehensbestand, der im 1. Halbjahr um 0,6 Mrd. Euro auf 14,8 Mrd. Euro gewachsen ist. Dies ist auf die guten Ergebnisse im Immobilienneugeschäft zurückzuführen.

Die Kernkapitalquote lag am 30. Juni 2008 gemäß Solvabilitätsverordnung bei 6,0 Prozent und die Gesamtkennziffer bei 10,7 Prozent.

Die Berlin Hyp ist von der Kapitalmarktkrise vergleichsweise weniger betroffen als viele Wettbewerber. In ihrem Kerngeschäft der Immobilienfinanzierung ist sie weiterhin sehr erfolgreich.

Für die zweite Jahreshälfte sind die Aussichten für die Wirtschaftsentwicklung aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiterhin getrübt. Somit ist es noch verfrüht, eine Prognose für das Geschäftsjahr 2008 abzugeben. Die Bank ist jedoch zuversichtlich, an das Vorjahresergebnis anzuknüpfen. Sie ist strategisch gut aufgestellt, um auch in der zweiten Jahreshälfte ihren Wachstumskurs fortzusetzen.