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Tempelhof als Kulturmeile

Berlin: Grüne präsentieren Pläne für Ex-Flughafen

Die Berliner Grünenfraktion hat vergangene Woche im Abgeordnetenhaus ihre Vision für die künftige Nutzung des ehemaligen Flughafengebäudes Tempelhof vorgestellt. Für die Summe von 200 Millionen Euro soll der Komplex zum Kulturareal mit Musikern, Tanz, Museen und Modenschauen umgebaut werden. Ziel ist es, die 300.000 m² Nutzfläche möglichst vollständig zu vermieten.

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Nachdem sich die Berliner für die Nutzung des Tempelhofer Parks als Naherholungsfläche entschieden haben, bleibt weiterhin die Frage, was mit dem Flughafengebäude geschehen soll. Der wuchtige Bau wird derzeit nur zu einem Bruchteil genutzt, nicht mal 80.000 Quadratmeter sind vermietet. Die Mieteinnahmen decken nicht die Betriebskosten und die Instandhaltung des Gebäudes, so dass die öffentliche Hand rund 4 Millionen im Jahr zuschießen muss.

Das ist allerdings wenig im Vergleich zu der Umbausumme, die nun die Grünen genannt haben. Einschränkend muss man hinzufügen, dass die geplante Neugestaltung nach Vorstellung der Grünen über zehn Jahre hinweg erfolgen soll, so dass etwa 20 Millionen im Jahr zu stemmen sind. Das ist dennoch zu viel für Berlins klamme Kassen. Zur Finanzierung wollen die Grünen daher den Bund mit ins Boot holen. Neben einem Alliierten-Museum und einem Luftfahrtmuseum könnte auch das geplante Museum für den Kalten Krieg hier untergebracht werden – und für diese Museen ist der Bund zuständig.

Weiterhin sollen private Investoren gelockt werden. Der Modeversand Zalando etwa betreibt hier bereits seine Modemesse „Bread & Butter“. Allerdings zeigte sich Grünen-Fraktionschefin Antje Kapek unzufrieden über die derzeitigen Vertragskonditionen und forderte den Senat auf, die Konditionen mit dem Internetversender neu zu verhandeln.