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Berggruen Holdings erwirbt Cafe Moskau

Die Nicolas Berggruen Holdings GmbH hat von der TLG Immobilien GmbH das „Cafe Moskau“ (Bilder) in Berlin-Mitte erworben. Der legendäre Club in der Karl-Marx-Allee soll im kommenden Jahr einer Sanierung unterzogen und in den Originalzustand der 60er Jahre versetzt werden. Im Zuge der Maßnahmen werden knapp 4.000 m² Nutzfläche erweitert und für die Anforderungen an eine zeitgemäße Veranstaltungsstätte hergerichtet. Die Wiedereröffnung des Clubs und des Veranstaltungsbetriebes ist zum Jahresende 2008 vorgesehen.

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Samuel Czarny, Geschäftsführer der Nicolas Berggruen Holdings GmbH: „Nach dem Erwerb der Treptower Schuckert-Werke und der Sarotti-Höfe in Kreuzberg haben wir mit dem Café Moskau ein weiteres Schmuckstück der Berliner Architekturhistorie erworben. Wir werden diese Architekturikone behutsam aber konsequent innen wie außen wieder in seinen Originalzustand versetzen und dadurch seine besondere Geschichte und das historische Ambiente auch in der Zukunft erlebbar machen. Wir schaffen jetzt die Voraussetzungen, um die Immobilie technisch und programmatisch so auszurichten, dass eine größere Variationsbreite an Veranstaltungen möglich sein wird. Dabei sollen die schon jetzt etablierten Veranstaltungen und Veranstaltungsformen bewahrt, weiterentwickelt und ergänzt werden. Nur um ein Beispiel zu geben: Es soll in Zukunft möglich sein, auch PKWs in den Räumen präsentieren zu können. Das Untergeschoss soll Club bleiben. Wir werden zunächst detaillierte Gespräche mit Architekten, Denkmalschützern, dem Bezirksamt und möglichen Nutzern führen. “

Das einstmalige Vorzeigeobjekt der DDR-Architektur wurde auf Wunsch von Walter Ulbricht und konzipiert durch Josef Kaiser und Werner Dutschke zwischen 1961 und 1964 von über 60 Architekten, Ingenieuren und Innendesignern erbaut. Der Städtebau im Sozialismus hatte in den 60igern einen rigorosen Umschwung in Richtung Moderne und International Style genommen. Zwischen Strausberger Platz und Alexanderplatz sollte die neue DDR entstehen. Das Restaurant Moskau sollte das Prunkstück dieses Ensembles sein. Bei der Einweihung des Restaurants schenkte die Botschaft der Sowjetunion ein originalgetreues Sputnikmodell als Zeichen des triumphalen Vorsprungs der Russen im Weltall und als Ikone des kalten Krieges. 20 Jahre lang war das Moskau in der ehemaligen DDR der Ort für gehobene Gastlichkeit. 160 Angestellte waren hier beschäftigt.

Nach der Wende avancierte die Lokalität insbesondere durch die unveränderte Kellerbar zu einem angesagten Clubstandort und diente als Schauplatz unzähliger Musikvideos. Die angesagtesten DJs spielen hier ihre Sets und bereichern Berlins kulturelles Angebot mit LifeActs im Keller dieser Kultstätte. Desweiteren lockt das Gebäude bis heute Locationscouts und Fotografen an und bildet die Kulisse für diverse Filmproduktionen, wie zum Beispiel für "Männerpension". Obwohl das Restaurant offiziell geschlossen war, öffnete es immer wieder seine Türen für Stars wie Nastassja Kinski, Ben Becker, Quentin Tarantino und Uma Thurman. Robby Williams wählte diesen besonderen Ort für seine After-Show-Party und genoß das besondere Ambiente des Moskaus bis zum frühen Morgenrauen: allein als letzter Gast…..