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Baustart im größten BID Deutschlands

Mit dem ersten Spatenstich haben Bausenatorin Jutta Blankau (SPD), Handelskammer-Hauptgeschäftsführer Prof. Hans-Jörg Schmidt-Trenz, Andy Grote, Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte, Grundeigentümer Arno Korthase sowie Stefan Wulff, Geschäftsführer des Aufgabenträgers Otto Wulff BID Gesellschaft mbH, am heutigen 18. März 2015 die Baumaßnahmen im BID Nikolai-Quartier offiziell gestartet. Das Quartier soll aufgewertet und seine spezifischen Eigenschaften herausgearbeitet werden. Die 60 Grundeigentümer im BID wollen das Nikolai-Quartier wieder als lebendigen Teil der Hamburger Innenstadt mit hoher Aufenthaltsqualität für Bewohner, Touristen, Kunden und Beschäftigte etablieren. Seit rund 1.000 Jahren schlägt hier, zwischen Rathausmarkt und Rödingsmarkt, zwischen Alter Wall und Willy-Brandt-Straße, das Herz Hamburgs.

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Hamburgs Ursprünge neu erleben
„Das BID Nikolai-Quartier verleiht der Hamburger Innenstadt zusammen mit den schon eingerichteten BIDs in Zukunft eine neue Qualität, von der alle Hamburgerinnen und Hamburger profitieren„, sagt Senatorin Jutta Blankau. Die Freie und Hansestadt Hamburg hat am 1. Januar 2005 das Modell der Business Improvement Districts (BID) in Hamburg eingeführt. In kurzer Zeit ist Hamburg mit mehr als 15 BIDs eine BID-Hochburg geworden. Die Rechtsverordnung für das BID Nikolai-Quartier wurde am 5. August 2014 vom Hamburger Senat verabschiedet.



Mitten im Quartier liegt die Handelskammer Hamburg. Deren Hauptgeschäftsführer und Vorsitzender des Lenkungsausschusses, Prof. Schmidt-Trenz, freut sich besonders, dass der Ursprungsort der Kaufmannsstadt Hamburgs wieder erlebbar wird: „Mit dem Nikolai-Quartier wird der alte Stadtkern Hamburgs wieder lebendig“, so der Hauptgeschäftsführer.

Zu den Maßnahmen gehören neben der Gestaltung der Straßen und Plätze die ergänzenden Pflege-, Reinigungs- und Serviceleistungen, die ebenfalls anlaufen. „Die Attraktivität und der Wiedererkennungswert des Nikolai-Quartiers werden sich schon mit den ersten beiden Bauabschnitten deutlich erhöhen„, sagt Bezirksamtsleiter Andy Grote. Vertrauen, gute Planung, lange Zusammenarbeit und Verbundenheit zum Quartier haben dieses Projekt überhaupt erst möglich gemacht, so Stefan Wulff, Geschäftsführer der Otto Wulff BID Gesellschaft mbH und verantwortlich für die Umsetzung der Maßnahmen (Aufgabenträger).

Zunächst werden die Gehwege rund um die Patriotische Gesellschaft neu gestaltet und verbreitert. Noch in diesem Sommer wird der Weg von der Handelskammer und dem Rathaus zur Wiege der Kaufmannsstadt Hamburg fertig sein und die Besucher können das Nikolai-Fleet, ein Teil des ursprünglichen Alsterlaufs und das erste Hafenbecken Hamburgs, neu erleben. An der Stelle, auf der heute die Patriotische Gesellschaft von 1765 residiert, stand bis zum Großen Brand von 1842 das Hamburger Rathaus. Die alte Hamburger Börse, die 1841, kurz vor dem Brand, in das jetzige Gebäude der Handelskammer umzog, war nur wenige Schritte entfernt.

Mit 14 Riesenschritten vorwärts
Im ersten und zweiten von 14 Bauabschnitten werden an den Straßen Börsenbrücke, Neß, Trostbrücke, Brodschrangen und Bei der Alten Börse die Fußwege erneuert. Hierzu werden die Straßen in sechs Phasen bearbeitet, um die Belastung für die Besucher und Anrainer so gering wie möglich halten. Bis zum Sommer werden die Gehwege deutlich verbreitert und die grauen Betonplatten durch eine freundlichere, helle Oberfläche ersetzt. Die Gehwege werden an den Kreuzungen verbreitert und laden künftig zum Flanieren ein. Auch im Bereich Börsenbrücke/Trostbrücke wird der Gehweg breiter und kann dann zu Teilen für den Außenbereich der neuen Gastronomie im Haus der Patriotischen Gesellschaft genutzt werden. Schon im ersten Bauabschnitt werden die drei Grüninseln auf dem Platz vor der Commerzbank/ An der Alten Börse um die bestehenden Bäume neu bepflanzt und mit Natursteinmauern eingefasst, die auf der Fleetseite erhöht sind und als Sitzgelegenheit mit Blick zum Nikolai-Fleet dienen.

„Mit der Umgestaltung der Gehwege und mit neuen Sitzgelegenheiten im öffentlichen Raum erfüllen wir den Wunsch der Anlieger und Besucher nach mehr Aufenthaltsqualität“, sagt Stefan Wulff. Die Initiatoren des BIDs sind begeistert, dass es endlich losgeht: „Das Nikolai-Quartier wird sich durch die qualitativen Umbaumaßnahmen zu einem wirtschaftlich dynamischen Standort entwickeln. Die Nutzer und Gewerbetreibenden erwarten eine Steigerung der Attraktivität Ihres Umfeldes und eine höhere Besucher- und Kundenfrequenz", sagt Arno Korthase, Vertreter der Grundeigentümer und Mitglied im Lenkungsausschuss.

Als nächste Maßnahme schließt sich im Sommer 2015 schrittweise die vollständige Grundinstandsetzung der Straßen Großer Burstah und Große Johannisstraße an. Im Großen Burstah werden Busse und Lieferverkehr nach Abschluss der Bauarbeiten in beide Richtungen fahren und so die Verkehrsbeziehungen im Quartier deutlich verbessern

Verantwortlich für die Gestaltung sind die Büros Breimann und Bruun und Schoppe und Partner (Adolphsplatz), die Straßen- und Verkehrsplanung kommt von ARGUS Stadt- und Verkehrsplanung

BID Nikolai-Quartier
Das BID Nikolai-Quartier ist das siebte Business Improvement District (BID) in der Hamburger Innenstadt und das Größte in Deutschland. Das BID wurde am 5. August 2014 vom Senat der Freien und Hansestadt Hamburg per Rechtsverordnung eingerichtet. 60 Grundeigentümer investieren insgesamt 9,3 Millionen Euro, 6 davon in den öffentlichen Raum, der aus elf Straßen und einem Platz, insgesamt rund 55.000 m², besteht.