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Baulücke in der Frankfurter Kaiserstraße wird geschlossen

Ab heute ist es publik: Die Züblin Development GmbH (ZDE) wird die Gebäude in der Kaiserstraße 75-77 in Frankfurt neu entstehen lassen. Die Immobilie war bis vor kurzem noch im Eigentum des gescheiterten Baulöwen Jürgen Schneider. Dieser hatte Anfang der 90er-Jahre einen Teilabbruch der beiden Häuser vorgenommen. Seit Schneiders Flucht in die USA lag das Gelände brach. Die historische Fassade der Gebäude, d. h. das Segment vom 2. bis 4. Obergeschoss, wurde seither stark in Mitleidenschaft gezogen. Nun wird sie denkmalschutzgerecht saniert, dahinter entsteht vom Keller bis zum Dach ein völlig neues Bauwerk. Der Hauptmieter Denic eG, Registrierungsstelle und Betreiber aller Internet-Domains unterhalb der Top-Level-Domain „.de“, wird rund 3.000 m² im 1. bis 4. Obergeschoss beziehen. Das Erdgeschoss ist derzeit noch nicht vermietet, hier entstehen rund 1.000 m² Ladenfläche.

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Seit der Insolvenz von Jürgen Schneider gab es mehrere erfolglose Versuche unterschiedlicher Projektentwickler sich der Immobilie anzunehmen, darunter auch STRABAG und Züblin. Nun ist es der Züblin Development GmbH, die am 1.6.2006 aus dem Zusammenschluss der STRABAG Projektentwicklung GmbH und der Züblin Projektentwicklung GmbH hervorgegangen ist, mit vereinten Kräften gelungen, das Projekt zu stemmen. Uwe Jaggy, Bereichsleiter Rhein-Main der ZDE, äußerte sich auf der heutigen Pressekonferenz stolz über diesen Erfolg: „Wir sind sehr glücklich, dass es uns mit dem Zusammenschluss beider Projektentwicklungsgesellschaften gelungen ist, vom allerersten Tag an Synergien zu binden. So haben wir dieses Projekt, an dem sich viele jahrelang die Zähne ausgebissen haben, erst möglich gemacht. In Zusammenarbeit mit dem Stadtplanungsamt Frankfurt hauchen wir nun einer tristen innerstädtische Ruine neues Leben ein.“

Mitte dieses Jahres konnten Jürgen Schneiders Gläubiger dazu bewegt werden, das Grundstück neu zu bewerten. Durch die bewusste Entscheidung des Ankermieters Denic für den Standort, war es der ZDE möglich, das Projekt kaiserzwei auf einer gesunden wirtschaftlichen Grundlage zu realisieren. Über 50% des Gebäudes sind bereits vermietet und auch die restlichen Mietflächen stoßen auf großes Interesse. Für die Denic bietet der Standort viele Vorteile: „Das internationale, weltoffene Flair des Frankfurter Bahnhofsviertels passt unserer Meinung nach gut zu einem modernen Dienstleistungsunternehmen wie der Denic. Wir glauben an das Konzept der Stadt, die hier ein attraktives Viertel in zentraler Lage schaffen möchte und bringen uns gerne mit ein. Zukunftstechnologie hinter historischer Fassade ist für uns kein Widerspruch, sondern ein anregender Kontrast, den wir als Motivation in unsere tägliche Arbeit mitnehmen wollen", sagte Sabine Dolderer, Mitglied des Vorstands der Denic eG.

Die Züblin Development GmbH rechnet noch für Mitte Dezember mit der Erteilung der Baugenehmigung. Unverzüglich nach deren Eingang, also noch in diesem Jahr, soll mit dem Bau begonnen werden. „Von Anfang an sind wir mit unserem Anliegen, dieses Problem zu lösen und die innerstädtische Brache zu entwickeln, bei der Stadt auf große Resonanz gestoßen. Ohne diese konstruktive Zusammenarbeit wäre es uns nur schwer möglich gewesen, das kaiserzwei in so kurzer Zeit zu verwirklichen. Ganz besonders freut uns hierbei die große Aufmerksamkeit, welche die Stadt derzeit der Entwicklung des ganzen Quartiers zukommen lässt. Diese ist einer nachhaltigen Standortverbesserung zuträglich“, sagt Boris Kupke, der zuständige Projektentwickler der ZDE.

Mit der Fertigstellung des kaiserzwei Anfang 2008 wird dann endlich die klaffende Lücke in der historischen Häuserzeile durch ein hochwertiges Büro- und Geschäftshaus ersetzt und die Kaiserstraße auch im Bereich des Kaisersacks der Pracht längst vergangener Jahrzehnte ein Stück näher gerückt sein.