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Bauindustrie: Zahlungsmoral am Bau verbessert!

„Die Belebung der konjunkturellen Entwicklung im Frühjahr 2006 hat nicht nur die Stimmung im deutschen Baugewerbe verbessert. Die Baufirmen berichten auch darüber, dass die Auftraggeber wieder pünktlicher zahlen als in den Vorjahren.“ Mit diesen Worten kommentierte heute in Berlin der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, RA Michael Knipper, die jüngsten Ergebnisse einer Umfrage des Verban- des der Vereine Creditreform. Danach ist der Anteil der Baufirmen, die länger als 30 Tage auf die Begleichung ihrer Rechnungen warten mussten, binnen eines Jahres von 40 auf 29 % zurückgegangen.

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Knipper führt diese positive Entwicklung vor allem auf das Anspringen der Konjunktur und die guten Geschäftserwartungen in der Gesamtwirtschaft für das laufende Jahr zurück. „Gerade für die oft unter Liquiditätsengpässen leidenden Baufirmen ist dies eine positive Entwicklung, die mit dazu beige- tragen hat, dass die Zahl der Insolvenzen in der Bauwirtschaft deutlich zurückgegangen ist“, so Knipper. Ein weiterer Grund liege in dem wesent- lich professionelleren Forderungsmanagement in der Bauindustrie selbst. So hätten 79 % der Baufirmen ihr Mahnwesen verbessert, 77 % überwach- ten den Zahlungseingang regelmäßiger und 50 % seien bereit, auch rechtliche Schritte einzuleiten.

Ein verbessertes Zahlungsverhalten attestieren die befragten Baufirmen auch den öffentlichen Auftraggebern. Hier stieg der Anteil derer, die ihre Rechnungen innerhalb von 30 Tagen begleichen, innerhalb der letzten zwölf Monate von 45 auf 58 %. Die Gründe für diese Verbesserung sieht Knipper darin, dass nach wie vor etwa 60 % des Volumens öffentlicher Bauaufträge von den Kommunen vergeben werden. Bei diesen habe sich die Finanzlage Anfang 2006 gegenüber dem Vorjahr deutlich entspannt; dies sei vor allem auf steigende Gewerbesteuereinnahmen zurückzuführen.

Als problematisch wertete Knipper allerdings die Tatsache, dass öffentliche Auftraggeber im Vergleich zu privaten Kunden nach wie vor die säumigeren Zahler seien. Während lediglich 20 % der Baufirmen bei Privatkunden län- ger als 30 Tage auf ihr Geld warten müssten, sei der Anteil bei öffentlichen Auftraggebern mit gut 41 % doppelt so hoch.