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Bau- und Architektenrecht: Überprüfung des Baugrundes

Ein Architekt ist verpflichtet, den Baugrund zu klären; jedenfalls hat er sich zu vergewissern, ob der Statiker von den gegebenen tatsächlichen Verhältnissen ausgegangen ist, entschied das OLG Karlsruhe. Eine bloße Nachfrage des Architekten beim Statiker, der zuvor nur den Auftrag hatte "am grünen Tisch zu rechnen", ersetze nicht die eigenständige Überprüfung des Baugrundes, es sei denn, der Statiker habe die Baugrundbeurteilung ausdrücklich übernommen.

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Praxistipp
Die Baugrundbeurteilung ist gemäß §§ 92, 93 HOAI eine gesondert in Auftrag zu gebende Leistung für einen Spezialisten. Sie ist ausdrücklich nicht in den vom Statiker auszuführenden Leistungen nach § 64 HOAI umfasst. Hat der Statiker bei seinen Berechnungen lediglich "durchschnittliche Verhältnisse" zugrunde gelegt, sollte er auf genau diesen Umstand auf allen Plänen hinweisen. Sobald Statiker oder Architekt erkennen, dass der tatsächliche Baugrund problematisch sein könnte, sind beide verpflichtet auf die Notwendigkeit eines Baugrundgutachtens hinzuweisen.