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Bares Geld vom Staat für Altbausanierungen

Zuschüsse von bis zu 15 Prozent der Bausumme, die nicht zurückgezahlt werden müssen, können Hausbesitzer durch die verbesserten Konditionen im CO2-Gebäudesanierungsprogramm und Wohnraum-Modernisierungsprogramm erhalten. Durch zusätzliche kommunale Zuschüsse können es bis zu 25 Prozent insgesamt sein. Darauf weist die Münchner Archinea AG, Planungsbüro für energetische Altbausanierung und Neubauten, hin. „Vielen ist gar nicht bekannt, dass sie bei umfangreichen Sanierungen eine stattliche Summe vom Staat geschenkt bekommen“, sagt Archinea-Vorstand Marek Chudy. „Der extrem niedrige Zinssatz von jetzt 1% effektiv erleichtert Sanierungsmaßnahmen. Den tatsächlichen Anstoß aber, wirklich zur Tat zu schreiten, gibt häufig der Teilschuldenerlass. Dies gilt gerade für größere Immobilien.“ Dabei handelt es sich um einen Tilgungszuschuss von 15% der Darlehenssumme, der gewährt wird, wenn der Altbau auf energetisches Neubauniveau gebracht wird.

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Ein weiteres Plus ist die geänderte Bemessungsgrundlage in dem Programm „Wohnraum Modernisieren“. Wurden die Darlehen vor dem 1. Februar 2006 noch mit € 250 je Quadratmeter gewährt, so gelten nun Förderhöchstbeträge von € 50.000 je Wohneinheit. Damit können jetzt auch umfangreiche Sanierungen voll finanziert werden.

Wie günstig die Förderbedingungen sind, macht Marek Chudy, der bei Archinea für die Bereiche Förderung, Heizungstechnik und Energieberatung zuständig ist, an einem Beispiel deutlich. In der Münchner Schleißheimer Straße wird derzeit ein Gebäude mit 56 Wohnungen saniert. Ursprünglicher Plan der Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) war es, für die Dämmung von Außenwänden und Fenstern einen Förderkredit von € 550.000 aufzunehmen. Das Planungsbüro empfahl den Eigentümern, auch das Dach und die Heizung zu sanieren, um so einen energetischen Neubaustandard zu erreichen und den Teilschuldenerlass von 15% nutzen zu können. Die Besitzer gingen darauf ein. Der Kredit wurde auf € 650.000 aufgestockt. Durch den Teilschuldenerlass konnte die zurückzuzahlende Summe auf € 550.000 reduziert werden, und das bei zwei zusätzlichen Maßnahmen. Neben den vergleichsweise geringeren Sanierungskosten für nunmehr vier Modernisierungsmaßnahmen profitieren die Wohnungseigentümer langfristig von den niedrigeren Energiekosten und der bestmöglichen Bewertung bei Vermietung oder Verkauf, wenn der Energiepass eingeführt wird.