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Ausländische Investoren spürbar risikobereiter als einheimische

Timo Tschammler

Ausländische Investoren haben Angaben von JLL zufolge seit 2009 knapp 47 Mrd. Euro in deutsche gewerblich genutzte Immobilien investiert. 52% dieses Volumens flossen in Immobilien außerhalb des Core- Segments. Ausländische Investoren zeigen sich damit risikobereiter als deutsche, deren Anteil an Core- Transaktionen bei 62% liegt - bei einem allerdings deutlich höheren absoluten Gesamtvolumen (knapp 80 Mrd. Euro). Das Verhältnis „ausländisch/deutsch“ spiegelt sich auch in der Zusammensetzung der Bieterkreise bei den am Markt zum Kauf angebotenen Immobilien wider. Bei Core-plus-, Value-Add- oder opportunistischen Objekten treten relativ gesehen mehr ausländische Interessenten auf den Plan als im Core-Segment.

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Nahezu ausgeglichen erweist sich die Bilanz während der letzten fünf Jahre in 2010 und 2012. In den übrigen Jahren, überwiegt der Anteil ausländischer Investoren bei Core-plus-, Value-Add- oder opportunistischen Transaktionen mehr oder weniger deutlich. „Bemerkenswert ist der Trend, der seit 2012 zu beobachten ist: Ausländische Investoren haben im Zuge des verbesserten Investitionsklimas für Gewerbeimmobilien und des damit verbundenen Preisanstiegs für Core-Immobilien ihre Risikobereitschaft erhöht und investieren entweder auch abseits der Big 7 oder suchen bewusst Immobilien mit Wertsteigerungspotenzial“, so Timo Tschammler, Mitglied im Management Board JLL Germany. Demgegenüber reduzierte sich die relative Risikobereitschaft der deutschen Investoren seit 2012 bis zum Halbjahr 2014 kontinuierlich. Dies mache sich in diesem Jahr auch den absoluten Werten bemerkbar. So schlagen im ersten Halbjahr 2014 nur 3,1 Mrd. Euro deutsche Core- Investments zu Buche, während das Volumen von 2012 auf 2013 (trotz abnehmenden Anteils) noch gestiegen war (2012: ca. 7,2 Mrd. Euro, 2013 ca. 8,9 Mrd. Euro).

Keinesfalls vergleichbar ist die aktuelle Marktlage allerdings mit der Situation 2006/2007. Denn mit Core-plus-, Value-Add- oder opportunistischen Investments lassen sich derzeit auch spürbar höhere Renditen erzielen als mit Core-Investments. „Die Preise (in Relation zu den Top-Objekten) sind deutlich günstiger im Vergleich zur Situation vor acht Jahren. Hinzu kommt, dass die Finanzierungen in der Regel mit spürbar niedrigeren Beleihungsausläufen solider konzipiert sind“, so Tschammler.