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Ausblick auf die Eröffnung des NS-Dokumentationszentrums

Oberbürgermeister Dieter Reiter, Kulturreferent Dr. Hans-Georg Küppers, Baureferentin Rosemarie Hingerl und Gründungsdirektor Professor Dr.-Ing. Winfried Nerdinger haben heute im Rahmen einer Pressekonferenz einen Ausblick auf die Eröffnung des NS-Dokumentationszentrums München gegeben. Der Eröffnungstermin wurde auf den 1. Mai festgelegt, vorab findet am 30. April ein Festakt für hochrangige internationale Gäste statt.

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„Die Eröffnung des NS-Dokumentationszentrums findet zum Jahrestag der Befreiung Münchens durch die US-Armee statt. Es ist für uns von ganz besonderem Wert, zu diesem denkwürdigen Anlass Überlebende des Holocaust und diplomatische Vertretungen aus Ländern zu begrüßen, die Deutschland seinerzeit in kriegerische Auseinandersetzungen verwickelt hat”, so Oberbürgermeister Dieter Reiter. „Mit dem NS-Dokumentationszentrum schließt sich eine über viele Jahrzehnte klaffende Lücke in der Münchner Erinnerungslandschaft. Zu verdanken ist dies nicht zuletzt der Initiative der engagierten Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt. Das Haus ist ein unübersehbares Zeichen, dass sich München seiner NS-Geschichte stellt. Unsere Vergangenheit muss uns für die Gegenwart und Zukunft in unserem demokratischen Streben bestärken.”

Neubau im Kosten- und Zeitplan
Der neue Lern- und Erinnerungsort wurde an der Brienner Straße, auf dem Grundstück der ehemaligen Parteizentrale der NSDAP errichtet. Die Baukosten in Höhe von 28,2 Millionen Euro haben die Landeshauptstadt München, der Freistaat Bayern und die Bundesregierung zu je einem Drittel getragen. Entworfen haben den Neubau die Berliner Architekten Bettina Georg, Tobias Scheel und Simon Wetzel. Baureferentin Rosemarie Hingerl zieht eine positive Bilanz des Ende 2011 begonnenen Bauprojekts: „Die Arbeiten konnten im vergangenen Frühjahr termingerecht fertiggestellt und die vom Stadtrat genehmigten Kosten eingehalten werden. Der Neubau ist von herausragender Qualität: Die Architektur des NS-Dokumentationszentrums ergänzt und unterstützt das Ausstellungskonzept, sie gibt den Dokumentationen Raum und tritt in den Ausstellungsräumen in den Hintergrund. Gleichzeitig ermöglicht sie den Blick auf die baulichen Relikte der NS-Zeit im unmittelbaren Umfeld. So wird der Standort des neuen Zentrums selbst zu einem wichtigen Element der Ausstellung.”

Neben dem Herzstück des Hauses, der mehrgeschossigen Dauerausstellung in Deutsch und Englisch, wird es wechselnde Sonderausstellungen geben. Um tiefer in die Geschichte einzusteigen, steht auf einer eigenen Ebene ein Lernforum zur Verfügung. Ein großer multifunktionaler Saal für 200 Personen bietet alle technischen Möglichkeiten für Vorträge, Zeitzeugengespräche, Filmvorführungen, Tagungen und Abendveranstaltungen unterschiedlicher Art.