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Ausbau von Europas größtem Eisenbahnhafen geplant

Das größte Ausbauprogramm in der Geschichte der Hamburger Hafenbahn ist heute durch den Senat auf den Weg gebracht worden. Der Senat hat die Ergebnisse des „Masterplans zur Schienengüterverkehrsentwicklung des Hamburger Hafens für 2015 und darüber hinaus“ (kurz: Masterplan Hafenbahn 2015), der von der Hamburg Port Authority gemeinsam mit der Deutschen Bahn AG unter Beteiligung der Hafen- und Verkehrswirtschaft, der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt und des Unternehmensverbandes Hafen Hamburg e.V. erarbeitet wurde, ausgewertet und das weitere Vorgehen beschlossen.

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Bis zum Jahre 2015 will die Freie und Hansestadt Hamburg insgesamt 500 Mio. Euro in die Modernisierung und den Ausbau der Hafenbahn sowie die Optimierung betrieblicher Prozesse investieren, davon sind 62 Mio. Euro bereits im Haushalt 2007/2008 veranschlagt; in der Finanzplanung bis 2011 sind 137 Mio. Euro vorgesehen. Mit ersten dringlichen Maßnahmen hat die Hamburg Port Authority bereits im vergangenen Jahr begonnen.

Senator Gunnar Uldall, Präses der Behörde für Wirtschaft und Arbeit: „Mit dem ‚Masterplan Hafenbahn 2015‘ hat die Stadt zusammen mit der Hamburg Port Authority und der Deutschen Bahn AG die Weichen für eine gemeinsame Zukunft von Schiene und Hafen gestellt. Der Masterplan ist die richtige Antwort auf das rasante Wachstum des Hamburger Hafens. Wir werden nun gemeinsam mit der Deutschen Bahn AG bei dem Bund um Unterstützung für unser Konzept werben und fordern, dass der Bund die erforderlichen Mittel für den Ausbau der Zulaufstrecken nach Hamburg zeitgerecht zur Verfügung stellt.“

Mit dem Masterplan liegt erstmals ein Instrument für ein strategisches, von allen Beteiligten unterstütztes Optimierungs- und Ausbauprogramm für einen umweltschonenden, sicheren und verlässlichen Schienengüterverkehr mit dem Hamburger Hafen vor. Ausgehend von einem abgestimmten Zahlengerüst zur Mengenentwicklung leitet der Masterplan die Ausbauerfordernisse im Hafenbahnnetz und auf den Hinterlandstrecken ab. Senator Gunnar Uldall und Dr.-Ing. Hans Peter Dücker, Geschäftsführer der Hamburg Port Authority, hoben hervor, dass die Investitionen in die Hafenbahn zugleich Investitionen für den Klimaschutz sind: „Im Hinterlandverkehr verbraucht die Bahn im Vergleich zum Lkw zwei Drittel weniger Energie und stößt drei Viertel weniger Kohlendioxid aus.“ Da der Hamburger Hafen weit im Binnenland liege und das Seeschiff der ökologisch vorteilhafteste Verkehrsträger sei, weise er ohnehin eine hervorragende Ökobilanz im Vergleich zu allen anderen Seehäfen auf. Dies werde durch den hohen Marktanteil der Bahn am Hinterlandverkehr außerhalb der Metropolregion Hamburg, der bei mehr als 70 % liege, noch verstärkt.

Der Masterplan Hafenbahn Hamburg 2015 benennt zahlreiche Bauvorhaben, die die Hamburg Port Authority zur Modernisierung und zum Ausbau des Schienennetzes im Hafen plant. Unter anderem soll noch in diesem Jahr mit der Grundinstandsetzung des Bahnhofs Hohe Schaar und im kommenden Jahr mit dem Bau der neuen Rethebrücke begonnen werden. Daneben stehen ab 2009 die südliche Anbindung des Bahnhofs Altenwerder, Kapazitätserweiterungen der Bahnanlagen an den Containerterminals in Waltershof und am Hansaport sowie eine neue Süderelbquerung auf der Liste. Um den berechtigten Belangen der Anwohner an den Bahnlinien in Harburg und Hausbruch Rechnung zu tragen, hat der Senat die Hamburg Port Authority beauftragt, die Feinplanung der Vorhaben im Süderelberaum in einem transparenten und kommunikativen Planungsprozess voranzutreiben, der die Bevölkerung vor Ort einbezieht. Ein besonderes Augenmerk soll dabei auf den notwendigen Lärmschutzmaßnahmen liegen. Mit den Ergebnissen der Feinplanung ist im zweiten Halbjahr 2009 zu rechnen.