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Aufwärtstrend am Frankfurter Büromarkt

Die positive wirtschaftliche Entwicklung in der Bundesrepublik schlug sich in den letzten vier Monaten des Jahres auch auf dem Frankfurter Büromarkt nieder, wie Colliers Schön & Lopez Schmitt GmbH feststellte. So bescherte die bekannte Jahresendrallye dem Markt seit September einen Umsatz von ca. 163.500 m². Das Gesamtjahresergebnis 2010 gibt das Unternehmen mit ca. 471.400 m² bekannt.

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Der von Colliers Schön & Lopez Schmitt ermittelte Umsatz setzt sich aus insgesamt 348 registrierten Abschlüssen zusammen. Trotz der zuvor angesprochenen Reduzierung wurden die vom Unternehmen prognostizierten 450.000 m² für das gif definierte Stadtgebiet übertroffen. Die größte Anziehungskraft übte im vergangenen Jahr der Citybereich aus – sowohl im Hinblick auf die vermietete Fläche (ca. 109.000 m²) als auch auf die Anzahl der abgeschlossen Verträge (101). Aber auch die ebenfalls zum CBD zählenden Teillagen Bankenviertel (ca. 49.100 m²) und Westend (ca. 66.000 m²) weisen höhere Flächenumsätze als z. B. in 2008 auf, wo der Gesamtjahresumsatz bei knapp 497.800 m² lag (das Jahr 2009 zählt Colliers Schön & Lopez Schmitt nicht zu den repräsentativen, da der CBD nur aufgrund des Abschlusses der Deutschen Bahn AG mit über ca. 72.000 m² einen überdurchschnittlichen Umsatz verbuchen konnte). Die aktivsten Marktteilnehmer waren mit 63 Abschlüssen Unternehmen aus der Beraterbranche.

Die meiste Fläche hingegen wurde durch die „Banken und Finanzdienstleister“ angemietet; mit ca. 191.300 m² bestritten sie 41 % des Gesamtumsatzes. Die Durchschnittsmiete hat sich im Jahresverlauf stabil auf dem hohen Niveau von 20,00 Euro/m² mtl. gehalten, ebenso die Spitzenmiete, welche derzeit bei 38,00 Euro/m² mtl. liegt. Dies erklärt sich insbesondere durch eine Reihe hochpreisiger Abschlüsse im neuen Landmarkbuilding „Opernturm“. Das zu Jahresbeginn fertiggestellte Prestige-Hochhaus ist mittlerweile zu etwa 95 % vermietet [6.700 m² im Opernturm vermietet]. Auch die Tatsache, dass ca. 63 % aller abgeschlossenen Quadratmeter in Gebäuden der Kategorie A vorgenommen wurden, stützt dieses Bild, was wiederum ca. einem Drittel aller Abschlüsse entspricht. Dass Mieter für hochwertige Flächen in attraktiver Lage bereit sind, Mietpreise über 20,00 Euro/m² mtl. zu zahlen, zeigt sich auch darin, dass 22 % (77 Mietverträge) aller Abschlüsse in diesem Segment getätigt wurden. Im kommenden Jahr 2011 werden voraussichtlich ca. 253.000 m² Bürofläche fertiggestellt, davon ca. 181.000 m² im CBD. Jedoch sind ca. 79 % der für das CBD angegebenen Quadratmetern bereits vermietet, sodass die Nachfrage nach hochwertigen Flächen in diesem Bereich voraussichtlich nicht von dem vorhandenen Angebot befriedigt werden kann.

Mutige Projektentwickler sind hier gefragt, welche auch mit einer geringen Vorvermietungsquote mit dem Bau eines Gebäudes beginnen können – vorausgesetzt natürlich, die finanzierende Bank geht diesen Weg mit. Die Leerstandsrate stagnierte in den letzten Monaten bei ca. 17,8 %. Für das kommende Jahr erwartet Colliers Schön & Lopez Schmitt einen ähnlichen Verlauf; die positive wirtschaftliche Stimmung und der verhältnismäßig gute Gesamtjahresumsatz lassen einen positiven Blick in die Zukunft werfen. Für das Jahr 2011 prognostiziert das Unternehmen somit einen ähnlichen Umsatz, wie er 2010 erreicht wurde. Trotz allem darf nicht vergessen werden, dass ca. 22 % des Umsatzes der Anmietung der Europäischen Zentralbank (EZB) zuzuschreiben sind, welche das Gebäude als Eigennutzer bezieht. Der Immobiliendienstleister sieht jedoch auch für 2011 gute Voraussetzungen für einen erzielbaren Umsatz von ca. 500.000 m².