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Aufwärtstrend am Düsseldorfer Gewerbeimmobilienmarkt

Das zarte Pflänzchen Aufschwung hat sich laut Bericht der Colliers Trombello Kölbel Immobilienconsulting GmbH am Düsseldorfer Gewerbeimmobilienmarkt zu einem robusten Aufwärtstrend entwickelt. Im abgelaufenen Jahr 2010 wurden wieder deutlich mehr Büroflächen neu vermietet als im Jahr zuvor. Auch das Investmentgeschäft zog nach zwei Flautejahren merklich an und bescherte der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt ein Rekordergebnis. "Mit einer derart guten Jahresbilanz hätte vor zwölf Monaten wohl niemand gerechnet. Nach zwei sehr verhaltenen Jahren setzten Unternehmen ihre Flächenwünsche in die Tat um. Viele nutzten die mieterfreundlichen Marktbedingungen und sicherten sich hochwertige Büros zu einem verhältnismäßig günstigen Preis. Berater, Anwälte und Wirtschaftsprüfer gönnten sich Qualität, die auch wieder etwas mehr kosten durfte", so Renate Kölbel, geschäftsführende Gesellschafterin der Colliers Trombello Kölbel Immobilienconsulting GmbH.

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Großnutzer sorgten für Umsatzsprung
Insgesamt fanden zwischen Januar und Dezember 2010 im Düsseldorfer Stadtgebiet (ohne Neuss, Ratingen und Umland) rund 340.000 m² Bürofläche neue Nutzer, etwa 92 Prozent mehr als 2009 (circa 177.000 m²). Lässt man die Vodafone-Anmietung über rund 90.000 m² außer acht, so wurde das 2009er Ergebnis um immerhin 41 Prozent übertroffen. Getragen wurde das gute Abschneiden des Düsseldorfer Bürovermietungsmarktes vor allem durch eine Reihe von Großnutzern mit Flächenentscheidungen jenseits der 5.000-m²-Marke. Insgesamt acht Mietverträge bezogen sich auf Flächen dieser Größenkategorie. Sie machten damit allein rund 145.000 m² des gesamten Jahresumsatzes aus.

Bei vier der acht Großverträge handelte es sich um Projektanmietungen. So unterschrieb die Prüfungsgesellschaft RölfsPartner einen Vertrag über rund 9.000 m² Neubaufläche im CUBES auf der Cecilienallee. Auch die Ansiedlungsentscheidung von AXA im Prinzenpark (5. Bauabschnitt, Teilmarkt Seestern) bezog sich auf eine noch in Bau befindliche Immobilie. "Der Run auf Neubauflächen hält in Düsseldorf an. Zwar bietet der Markt über das gesamte Stadtgebiet verteilt viele hochwertige Büroneubauten. Individuelle Grundriss- und Ausbauwünsche lassen sich bei einer frühzeitigen Anmietung allerdings weitaus leichter geltend machen als bei einem schon fertigen Gebäude. Von dieser Mitsprachemöglichkeit machten die Unternehmen 2010 verstärkt Gebrauch", so Kölbel weiter.

Klein und fein nach wie vor gefragt
Unverändert groß war zudem das Interesse an eher kleinen Flächen. Sie hatten schon 2008 und 2009 in der Mietergunst weit oben gestanden. Gut 26 Prozent (circa 87.800 m²) des gesamten Jahresumsatzes und mehr als 300 Mietverträge gingen auf das Konto von Einheiten mit weniger als 500 m² Fläche. Der Anteil am Gesamtergebnis legte im Vergleich zum Vorjahr um circa 55 Prozent zu. Das Segment der 500 bis 1.000 m² großen Flächen konnte mit einem Anteil am Jahresumsatz von etwa 14 Prozent sogar um knapp 75 Prozent im Jahresvergleich zulegen. Stabil entwickelte sich das nächst größere Segment (1.001-2.000 m²). Das Beliebtheitsbarometer für Büros der mittleren Größenklasse (2.001-5.000 m²) zeigte dagegen nach unten. Hier reduzierte sich der Vermietungsumsatz im Vergleich zum Vorjahr um rund 28 Prozent.