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Aufschwung auf dem Bürovermietungsmarkt

Die von Colliers in Deutschland detailliert untersuchten Bürovermietungsmärkte Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, München und Stuttgart schlossen 2010 mit einem starken vierten Quartal ab. Insgesamt wurde in den sechs Städten ein Flächenumsatz von in Summe gut 2,63 Mio. m² erreicht. Dies entspricht einem Anstieg von über 25 % im Vergleich zum Ergebnis des Jahres 2009.

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„Während die einzelnen Büromärkte am Jahresanfang beim Flächenumsatz eher uneinheitliche Tendenzen zeigten, schlossen sie am Jahresende alle im Plus“, fasst Andreas Trumpp, Head of Research bei Colliers Deutschland, das Jahr 2010 zusammen. Die Spannbreite reicht dabei von einer Steigerung von über 92 % in Düsseldorf (340.000 m² Flächenumsatz inklusive Eigennutzer) bis zu einem Plus von knapp 10 % beim Umsatzspitzenreiter München (578.400 m²). Deutlich legten Frankfurt mit ca. 32 % auf 471.400 m² und Hamburg mit ca. 28 % auf 506.000 m² zu. Aber auch in Stuttgart, wo im Vergleich zum Vorjahr mit 194.000 m² das zweitbeste Ergebnis seit 2000 erreicht und etwa 14 % mehr Flächen neu belegt wurden, sowie in Berlin, wo die Zunahme knapp 18 % auf 542.200 m² betrug, wurden signifikante Steigerungsraten beobachtet. „Während das Halbjahresergebnis noch durch die beiden Großabschlüsse der Europäischen Zentralbank in Frankfurt und von Vodafone in Düsseldorf mit insgesamt ca. 194.000 m² Anmietungsvolumen beeinflusst wurde, gewann der Aufschwung in der zweiten Jahreshälfte in seiner gesamten Breite an Fahrt“, betont Andreas Trumpp. Zu beobachten ist hier einmal mehr der mindestens etwa sechs bis neun Monate dauernde Zeitversatz zwischen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und den Effekten auf die Bürovermietungsmärkte.

Während die Entspannung auf der Nachfrageseite bereits deutlich spürbar ist, verschärfte sich die Situation auf der Angebotsseite durch den Höhepunkt bei den Neubaufertigstellungen nochmals. Standen Ende 2009 noch ca. 7,33 Mio. m² Bürofläche innerhalb von drei Monaten zur Anmietung zur Verfügung, erhöhte sich diese Zahl bis Jahresende auf insgesamt ca. 8,12 Mio. m². Damit stehen derzeit gut 10 % des gesamten Büroflächenbestandes in den sechs untersuchten Städten leer. Sowohl beim absoluten Leerstand (knapp 2,21 Mio. m²) als auch bei der Leerstandsquote (17,8 %) weist Frankfurt am Main die Höchstwerte auf. München, der Büromarkt mit dem deutschlandweit höchsten Flächenbestand, folgt mit 1,76 Mio. m² Leerstand und einer Leerstandsquote von 7,9 % vor Berlin mit ca. 1,51 Mio. m² (Quote 8,4 %) und Hamburg mit ca. 1,27 Mio. m² (Quote 9,8 %). Düsseldorf und Stuttgart sind die Büromärkte mit den kleinsten Flächenbeständen. Beide liegen mit 890.000 m² (Leerstandsquote 11,5 %) bzw. 479.000 m² (6,5 %) deutlich unter der Millionenmarke beim absoluten Leerstand. In Düsseldorf führten vergleichsweise hohe Fertigstellungszahlen, Umzüge in Neubauten und diverse Flächenaufgaben (z.B. Wegzug ThyssenKrupp nach Essen) zu einer deutlichen Erhöhung des Leerstands. In Stuttgart erhöhte sich der Leerstand aufgrund einer nur geringen Zahl spekulativer Projektentwicklungen bisher nicht so stark wie in den anderen Städten.