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Aufschwung am Frankfurter Markt für Büroflächen

Im Zuge der wirtschaftlichen Erholung und Konsolidierung des Aufschwunges hat sich der Frankfurter Büromarkt zunehmend dynamisiert. Der Büroflächenumsatz (inkl. Eigennutzer) erhöhte sich in 2010 nach Analysen von Aengevelt-Research deutlich um 32% auf rd. 475.000 m² (2009: rd.
360.000 m²). Damit nähert sich das jüngste aufschwungbedingt gestiegene Marktvolumen wieder dem Mittelwert der letzten zehn Jahre (rd. 507.000 m²).

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Prognose 2011
Trotz eines noch verhaltenen Jahresbeginns, bei dem im ersten Quartal 2011 ein Büroflächenumsatz von rd. 88.000 m² registriert wurde, prognostiziert das Unternehmen für das Jahr 2011 insgesamt ein leicht anziehendes Umsatzvolumen. Zielkorridor: bis zu 500.000 m² Bürofläche. Die Researcher schließen aufgrund der hohen Vorvermarktungsquote (82 %) des diesjährigen Fertigstellungsvolumens (258.000 m²) sowie der am Dekadenmittel orientierten aktuellen Flächennachfrage für 2011 eine weitere nennenswerte Zunahme des marktfähigen Leerstandes aus. Die gesamte Angebotsreserve incl. der nicht mehr vermarktungsfähigen Brachflächen („Markt- und Statistikleichen“) wird sich bis Jahresende im Bereich von ca. 1,85 Mio. m² Bürofläche stabilisieren. Hinsichtlich des Mietpreisniveaus für nachfragegerechte Büroflächen
wird in 2011 ein leichtes Ansteigen erwartet, insbesondere im Spitzensegment und prognostiziert ein Anziehen der gewichteten Spitzenmiete von rd. 35,60 Euro/m² auf rd. 36,50 Euro/m².

Differenzierte Nachfrage nach Branchen
Im Jahr 2010 präsentierte sich die Gruppe der Finanzdienstleister mit rd. 222.600 m² bzw. einem Anteil von 47% am Gesamtbüroflächenumsatz erwartungsgemäß wieder als markant stärkste Nachfragegruppe am Frankfurter Büromarkt (2009: 24%). Die zweitstärkste Nachfragegruppe der unternehmensbezogenen und sozialen Dienstleister konnte im Vergleich zum Vorjahr um 29.300 m²
Flächenabnahme zulegen und damit ihre ebenfalls absatzrelevante Marktquote von 26% behaupten (2010: 124.300 m², 2009: 95.000 m²). Bei nahezu konstanter absoluter Flächenabnahme relativ rückläufig entwickelte sich demgegenüber die Nachfrage der Unternehmen aus den Branchen IT, Medien und Telekommunikation mit einer Quote von rd. 4% bzw. 20.100 m² gegenüber 2009 mit rd. 7% bzw. 22.000 m². Mieter aus der Bedarfsgruppe öffentliche Hand waren im Berichtsjahr nur
noch mit rd. 4% bzw. 17.000 m² (2009: 12% bzw. 42.000 m²) am Absatz beteiligt. Sonstige Unternehmen (u a. Industrie, Handel und Transport) erzielten mit ca. 19% bzw. 91.000 m² ebenfalls deutlich geringere Umsatzleistungen als im Vorjahr (2009: 31% bzw. 115.500 m²).

Räumliche Nachfragepräferenzen
Hinsichtlich der Standortpräferenzen entfiel der Umsatzschwerpunkt im Gesamtjahr 2010 nach Analysen von Aengevelt-Research einerseits mit rd. 233.200 m² bzw. 49% des gesamten Büroflächenumsatzes auf den Central Business District (CBD) (Vorjahr: 242.200 m² bzw. 67%). Absolute und relative Rückgänge des anteiligen Flächenumsatzes wurden sowohl im Bürobezirk West von 7% (ca. 24.800 m²) im Vorjahreszeitraum auf aktuell 3% (rd. 16.000 m²) und im Flughafenbereich von 5% (rd. 19.600 m²) auf 3% (ca. 14.000 m²) registriert. In etwa konstant blieb die Umsatzquote in Sachsenhausen (3% bzw. 15.200 m²), Niederrad (5% bzw. 23.200 m²), Eschborn (3% bzw. 15.000 m²) und Offenbach-Kaiserlei (unter 1% bzw. 3.000 m²). Eine moderate Zunahme des Büroflächenumsatzes analysierten die Researcher im Bürobezirk Nord mit einem Anteil von 4% (rd. 19.200 m²) gegenüber 3% (ca. 10.700 m²) im Vorjahreszeitraum. Zu den bedeutendsten Umsatzleistungen im Frankfurter Central Business District zählten 2010 u. a. die Anmietung von rd. 39.000 m² durch die ING Bank im Bürogebäude „Poseidon“ in der Theodor-Heuss-Allee und einer ca. 29.000 m² großen Fläche im „Triton“ an der Bockenheimer Landstraße durch Allianz Global Investors. Außerhalb des CBD wurden großvolumige Umsätze vor allem bei dem im Berichtsjahr begonnenen Bau des neuen Büroturmes der Europäischen Zentralbank im Ostend mit rd. 104.000 m² registriert. Weitere Deals erfolgten z. B. im „Gateway Gardens“ am Flughafen mit rd. 9.000 m² durch die Fluggesellschaft Condor und ca. 7.500 m² im „Astro Park“ in Niederrad durch Fujitsu Technology Solutions.