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Architekten fordern angemessene Bezahlung für qualitätvolle Arbeit

„Die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure muss endlich den realen Marktbedingungen an-gepasst werden!“ Diese Forderung stellte der Präsident der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen, Hartmut Miksch, in den Mittelpunkt seiner diesjährigen Rede zum heutigen (24.01.08) Neujahrsemp-fang der nordrhein-westfälischen Architektenschaft. Über 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Verwaltung und Verbänden waren der Einladung ins Haus der Architekten in den Düsseldorfer Me-dienhafen gefolgt, um sich über Erwartungen und Ziele für das Jahr 2008 auszutauschen. Unter den Gästen u. a. NRW-Landtagspräsidentin Regina van Dinther, Bauminister Oliver Wittke und die Fachpo-litiker der im Landtag vertretenen Parteien.

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Der Präsident der Architektenkammer nutzte den politischen Rahmen des Neujahrsempfangs, um der Sorge um die Zukunft der kleinen und mittelgroßen Architekturbüros im Lande Ausdruck zu verleihen. „Die wirtschaftliche Lage bleibt für viele unserer Büros prekär“, so Miksch. „Die Tatsache, dass unsere Honorare seit über 13 Jahren nicht mehr erhöht worden sind, bedeutet in dieser Situation eine akute Bedrohung der Existenz.“

Miksch bedauerte, dass die jahrelange Diskussion um eine Reform der Honorarordnung immer wieder von der Politik hinausgezögert worden sei, ohne dass man bislang zu einem Ergebnis gekommen wä-re. „Wir haben konkrete Vorschläge vorgelegt, um die HOAI einfacher, schlanker und für Bauherren leichter verständlich zu machen. Jetzt ist endlich die Politik am Zug“, rief Miksch. Den Abgeordneten des NRW-Landtags und der nordrhein-westfälischen Landesregierung dankte Hartmut Miksch für ihre positiven Stellungnahmen in dieser Frage, appellierte zugleich aber auch, die Diskussion über die Zu-kunft der HOAI müsse in den Parlamenten stattfinden. „Es kann nicht sein, dass dieses Thema über Jahre allein in der Verwaltung behandelt wird!“

Erfreulich sei immerhin, dass für das Frühjahr nun endlich ein Referentenentwurf für die Novellierung der HOAI angekündigt sei. Dieser werde offenbar eine Honorarerhöhung empfehlen. „Eine Empfeh-lung, die längst überfällig war und auf die wir Architektinnen und Architekten seit mehr als dreizehn Jahren warten!“, betonte der Präsident der Architektenkammer NRW, der mit rund 30.000 Mitgliedern größten deutschen Architektenkammer.

Miksch stellte zugleich klar, dass die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen ein „Zurückstutzen der HOAI auf einen Restbestand“ nicht akzeptieren werde. „Die Honorarordnung dient in erster Linie dem Schutz der Verbraucher und hat sich über Jahrzehnte in Deutschland bewährt“, so Miksch an die an-wesenden Abgeordneten von Landtag und Bundestag und an die Adresse von Bauminister Oliver Wittke. „Unterstützen Sie die Architekten, Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplaner in ihrem Bemühen, endlich eine zukunftsfähige Honorarordnung zu erlangen!“