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Archäologisches Zentrum Mainz wird in zwei Bauabschnitten umgesetzt

Das geplante Archäologische Zentrum Mainz (AZM) wird auf der Grundlage des ausgelobten Realisierungswettbewerbs in zwei Bauabschnitten umgesetzt. Darauf haben sich das rheinland-pfälzische Finanz- und Bauministerium und das Wissenschafts- und Kulturministerium verständigt. Im neuen Archäologischen Zentrum sollen neben den Einrichtungen des Römisch-Germanischen Zentralmuseums (RGZM) auch die archäologische Denkmalpflege aus der Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) und wichtige archäologische Fundstücke insbesondere aus dem Landesmuseum Mainz zusammengefasst werden. Der Standort des geplanten AZM wird das südliche Ende der Mainzer Altstadt sein, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Römischen Theater und dem Museum für Antike Schifffahrt des RGZM.

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In einem ersten Bauabschnitt werden dort Räumlichkeiten für das Römisch-Germanische Zentralmuseum geschaffen, das bisher im Wesentlichen im Kurfürstlichen Schloss untergebracht ist. Die Räumlichkeiten im Schloss werden damit für anderweitige Nutzungen frei. Für diesen Bauabschnitt sind nach dem aktuellen Stand der Planungen 41 Millionen Euro erforderlich. Der städtische Anteil verringert sich nach der neuen Planung dauerhaft um eine Million Euro. Das dient auch der Kompensation der Vorleistungen, die die Stadt Mainz bereits erbracht hat. Die Kosten für den zweiten Bauabschnitt müssen erst noch detailliert ermittelt werden.

Vor dem Start der Baumaßnahme für den RGZM-Neubau müssen noch juristische Fragen geklärt werden, die im Zusammenhang mit der Auftragsvergabe der Architektenleistungen stehen. Ziel aller Beteiligten ist es, nach Klärung dieser Fragen schnellstmöglich mit der Baumaßnahme zu starten.

In einem zweiten Bauabschnitt sollen dann zu einem späteren Zeitpunkt Räumlichkeiten zur Unterbringung der archäologischen Denkmalpflege entstehen. Hier sollen dann auch insbesondere die historischen Relikte Platz finden, die derzeit in der Steinhalle des Landesmuseums präsentiert werden. Im Zuge der konkreten Planungen für diesen zweiten Bauabschnitt soll dann auch eine mögliche Integration der ehemaligen Neutorschule, die vorläufig im jetzigen Zustand erhalten bleibt, geprüft werden.

Finanz- und Bauminister Carsten Kühl sagte: „Wir freuen uns, in Zeiten der Schuldenbremse einen Weg gefunden zu haben, das Vorhaben umzusetzen. Für die Stadt und das Land ist es wichtig, eine in jeder Hinsicht belastbare Lösung anzustreben. Wir setzen deshalb bewusst einen Schritt nach dem anderen.“

Die Stadt Mainz begrüßt das grundsätzliche Bekenntnis des Landes zum Bau des Archäologischen Zentrums in Nachbarschaft des Römerschiffmuseums. Das erklärten heute Oberbürgermeister Jens Beutel und Baudezernentin Marianne Grosse. Beide wurden am Dienstag durch die Landesregierung über die Grundzüge der veränderten Bauablaufplanung und der damit verbundenen finanziellen Auswirkungen informiert. Die Stadt werde zunächst städtebauliche wie auch baurechtliche Fragen sowie die vorgelegte Kostenkalkulation sorgfältig prüfen. Auch angesichts der neuen Situation bleibt die Stadt bei dem vereinbarten Finanzierungsanteil. Sie wird deshalb zeitnah die Flächen des ehemaligen Wirges-Gebäudes und die Neutorschule in das Projekt einbringen, um die Realisierung beider Bauabschnitte zu ermöglichen.