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Angeklagter Architekt in Immobilienskandal geständig

(ddp) Mit einem Geständnis des Angeklagten hat am Montag vor dem Frankfurter Landgericht der Prozess gegen einen Architekten im Korruptionsskandal der Immobilienbranche begonnen. Angeklagt ist ein 49-jähriger Frankfurter, der zwischen 1999 und 2004 in zehn Fällen Schmiergelder in Höhe von 600.000 Euro gezahlt haben soll, um an Aufträge mit einem Volumen von 16 Millionen Euro zu kommen. In seiner Aussage sprach der Architekt davon, «einen Riesenfehler» begangen zu haben.

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Der Architekt, der sich 1999 selbstständig gemacht hatte, beschrieb den «enormen Druck» in der Branche. Das Risiko sei groß, die Sicherheit hingegen gering, führte er aus. Oft habe er «sehr große Vorleistungen» zu tragen gehabt, bevor er überhaupt einen Auftrag erhielt. Das Schmiergeld sei über Scheinrechnungen geflossen, wobei er «ein ungutes Gefühl hatte», sagte der Angeklagte.

Im Juni 2004 war der Architekt festgenommen worden. Er gilt als einer der Haupttäter in einem großen Immobilienskandal. Seit 2003 ermittelt die Frankfurter Staatsanwaltschaft in dem weit verzweigten Korruptionsverfahren bundesweit gegen mehr als 200 Beschuldigte. Bis zum 12. Januar 2009 sind weitere vier Verhandlungstermine in dem Prozess angesetzt.