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Aktuelles BGH-Urteil zur Pflichtverletzung

Ein Makler begeht keine Pflichtverletzung, wenn er Informationen des Veräußerers über das Objekt ungeprüft in sein Maklerexposé übernimmt.
Hier hatte der Makler die Wohnflächengröße, die der Veräußerer ihm anhand einer Zeichnung aufgegeben hatte, übernommen einschließlich eines ausgebauten DG. Später stellte sich heraus, dass das DG ohne Genehmigung ausgebaut worden ist. Alle 3 befassten Gerichte haben die Klage abgewiesen.

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Der BGH führt aus:
Es gilt für den Makler weiterhin, dass er Informationen, die er von dem Veräußerer erhalten hat, grundsätzlich ungeprüft weitergeben darf (BGH, Urteil vom 16. September 1981 IVa ZR 85/80 - NJW 1982, 1147). Das setzt allerdings voraus, dass der Makler die betreffenden Informationen insbesondere, wenn er diese in einem eigenen Exposé über das Objekt herausstellt - mit der erforderlichen Sorgfalt eingeholt und sondiert hat; dazu gehört, dass der Makler keine Angaben der Verkäuferseite in sein Exposé aufnimmt, die nach den in seinem Berufsstand vorauszusetzenden Kenntnissen ersichtlich als unrichtig, nicht plausibel oder sonst als bedenklich einzustufen sind. Hiervon abgesehen schuldet jedoch der Makler seinem Auftraggeber grundsätzlich keine Ermittlungen; insbesondere darf er im Allgemeinen auf die Richtigkeit der Angaben des Verkäufers vertrauen (vgl. auch OLG Frankfurt am Main, NJW-RR 2002, 778).
Der BGH setzt hier durchaus die Tendenz fort, die Makler bzw. deren Pflichten nicht weiter zu strapazieren.