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Aktienmärkte auf der Suche nach dem Tiefpunkt

Nach Meinung der Analysten aus sechs Mitgliedsbanken des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, werden die Perspektiven an den Aktienmärkten in den kommenden Monaten maßgeblich von der Wirksamkeit der Rettungsaktion der USRegierung sowie durch die konjunkturellen Folgewirkungen der Finanzmarktkrise bestimmt.

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Trotz der zuletzt auftretenden Probleme am Finanzmarkt kann die
Ausweitung zu einer systemischen Krise nach Meinung der Analysten verhindert werden. Mit dem geplanten Banken-Rettungsplan der US-Regierung und dem damit verbundenen Aufkauf von illiquiden Wertpapieren dürfte der Druck auf die Bankbilanzen gemildert und das Vertrauen in das Finanzsystem gestärkt werden. Aus Sicht der VÖB-Analysten haben die Finanzmärkte ein sehr schnelles Urteil über die Maßnahmen gefällt und das Rettungspaket mit großer Erleichterung aufgenommen. Die Maßnahme der US-Regierung unterstreicht die Hoffung, dass die Finanzkrise ihren Höhepunkt bald überschritten hat.

Viele Details des Plans sind jedoch noch nicht bekannt bzw. werden derzeit noch ausgehandelt. Dies gilt insbesondere für die Frage der Bewertung problembehafteter Wertpapiere. Trotz des bitteren Beigeschmacks dieser umfangreichen staatlichen Intervention wäre aus Sicht der Analysten jedoch ein Nichthandeln der Regierung in der aktuellen Situation mit noch größeren Risiken für den US-Finanzsektor, die US-Wirtschaft
und den Rest der Welt verbunden gewesen.

Die Prognosen der VÖB-Analysten für den Aktienmarkt unterscheiden sich in den Volatilitätseinschätzungen, sehen auf sechs Monate jedoch eine teils deutliche Kurserholung. Nach Einschätzung der Analysten ist das Revisionspotenzial für die 2008er Unternehmensgewinne weitgehend abgearbeitet, und für die weitere Kursentwicklung auf den europäischen Aktienmärkten dürfte der Ausblick auf 2009 der entscheidende Faktor sein. Die Konjunkturstimmung – gemessen an den Frühindikatoren – sollte in den kommenden Monaten ihren Tiefpunkt erreichen und sich in der Folgezeit wieder etwas aufhellen. Aktien, die dies erfahrungsgemäß einige Monate vorwegnehmen, bieten damit auch unter zyklischen Aspekten Potenzial. Allerdings wird der Abbau der überbordenden Risikoaversion vermutlich eher zögerlich erfolgen.