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Abriss auf künftigem Quartier S-Gelände steht kurz bevor

Auf dem Areal des künftigen Quartier S gerät einiges in Bewegung: Bereits kurz vor Weihnachten 2010 hat die Württembergische Lebensversicherung AG (WürttLeben) planmäßig und in Abstimmung mit der Stadt den Bauantrag für das Quartier S eingereicht. Die Abrissgenehmigung ist bereits erteilt, mit den Entkernungsarbeiten geht es in der kommenden Woche los. Mitte Februar erfolgt der offizielle Baggerbiss.

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Ebenfalls kurz vor Weihnachten hat sich die WürttLeben den Zugriff auf das benachbarte Kirchengrundstück gesichert. Es liegt ein notarielles Verkaufsangebot seitens der Kirche vor, das die Versicherung noch diese Woche annehmen wird. Die Kirche hat den Standort schon seit einiger Zeit aufgegeben und sich mit einer Kirchengemeinde aus dem Stuttgarter Westen zusammengeschlossen. In dem Kaufvertrag mit der Kirche sind unabhängig von einem möglichen Vollzug der Grundstücksübertragung insbesondere eventuelle Einsprüche gegen das Bauvorhaben geregelt. "Wir haben immer betont, dass der Erwerb des Grundstücks für uns nur dann sinnvoll ist, wenn er sich auch wirtschaftlich rechnet", sagt Klaus Betz, Leiter Immobilien der WürttLeben.

Mit der Abgabe des Bauantrags, der nun auch das der WürttLeben gehörende Eckgrundstück Sophien- und Tübinger Straße umfasst, werden die im Bebauungsplan festgesetzten Verkaufsflächen eingehalten. Die denkmalgeschützte Fassade des Eckgebäudes mit der Adressbezeichnung Tü22 bleibt stehen. Neben einem damit verbundenen weiteren Zugang zum Center von der Tübinger Straße entsteht ein attraktiver Laden im Erdgeschoss, der sowohl über die Ecksituation als auch entlang der beiden Straßen Sophien- und Tübinger Straße erschlossen werden kann. Eine Rolltreppe führt dann auf die eine Etage höher gelegene Shopping Mall. "Mit der Einbeziehung der Tü22 erreichen wir neben einer deutlichen Funktionsverbesserung des Centers die von der Stadtplanung gewünschte und im Städtebaulichen Vertrag festgeschriebene Quartiersvernetzung. Damit werden die Tübinger Straße und das lebendige Gerberviertel bewusst eingebunden", so Betz. Die Unterschreitung der Verkaufsflächen gegenüber den Festsetzungen des Bebauungsplans entsteht unter anderem deswegen, weil ursprünglich geplante weitere Zwischenverkaufsebenen entlang der Paulinenbrücke zu Gunsten einer optimierten Mallgestaltung entfallen sind.

Die Einbindung der Tü22 wurde erst jetzt möglich, nachdem das Gebäude in Kürze vollständig entmietet und damit verfügbar ist. In dem Zusammenhang zeichnet sich auch mit der Apotheke eine Einigung ab. Diese soll in der Erdgeschossebene in der Tübinger Straße einen neuen Laden erhalten. In deren unmittelbarer Nachbarschaft hat sich neben Edeka und Aldi auch dm Drogerie bereits Flächen gesichert. Mit weiteren Interessenten aus dem Bereich Medien/Elektronik befindet man sich in abschließenden Verhandlungen. Die größte Nachfrage von den Einzelhändlern stellt man jedoch passend zum Standort des Shopping Centers im Bereich der young fashion und dabei insbesondere von in Stuttgart noch nicht vertretenen Modemarken fest.

Mit dem Kirchengrundstück selbst hat die WürttLeben noch keine konkreten Pläne. "Die Planungen laufen unabhängig vom Bauantrag Quartier S". Klar ist, dass, falls die WürttLeben das Kirchengrundstück behalten sollte, eine Verbindung der diesbezüglichen Planungen mit dem jetzt beantragten Bauantrag nur dann in Frage kommt, wenn sich diese innerhalb des geltenden Bebauungsplanes realisieren ließen. "An dem gültigen Bebauungsplan für das Quartier S wollen wir nichts mehr ändern, dafür wurden zu viele Schweißperlen investiert", betont Betz. Die Fertigstellung ist für den Jahreswechsel 2013/2014 geplant.