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Aareal Bank setzt Wachstumskurs weiter fort

Die Aareal Bank Gruppe steigerte im ersten Halbjahr 2007 den Konzernüberschuss nach Anteilen Dritter gegenüber dem Vorjahreszeitraum (51 Mio. Euro) um 74,5% auf 89 Mio. Euro. Das Ergebnis ist auf eine im Jahresverlauf stetig verbesserte operative Performance und auf Einmaleffekte zurückzuführen. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern für das erste Halbjahr stieg auf 16,8% nach 10,5% im Vorjahreszeitraum.

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Deutliche Zuwächse erzielte die Bank im Segment Strukturierte Immobilienfinanzierungen. Sie steigerte ihr Neugeschäftsvolumen von 4,3 Mrd. Euro in der Vorjahresperiode um 37,2% auf 5,9 Mrd. Euro im Berichtszeitraum. Zum Neugeschäft steuerten die internationalen Märkte rund 90% bei. Rund 10% entfielen auf das Deutschlandgeschäft.

„Im Segment Strukturierte Immobilienfinanzierungen haben wir unsere Internationalisierung erfolgreich fortgesetzt und konnten dadurch unser Neugeschäft deutlich ausbauen“, sagt Dr. Wolf Schumacher, Vorstandsvorsitzender der Aareal Bank. „Im Segment Consulting/Dienstleistungen erhöhten wir spürbar die Profitabilität. Dies reflektiert unsere Vertriebserfolge und unsere Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung“, so Schumacher weiter.

Zur aktuellen negativen Situation am US-Immobilienmarkt stellt Schumacher klar heraus: „Die Bank hat keine direkten oder indirekten Engagements im Subprime-Markt.“

Ertragslage
Der Zinsüberschuss erhöhte sich in der Berichtsperiode um 2 Mio. Euro auf 202 Mio. Euro. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft lag mit 44 Mio. Euro auf Vorjahresniveau und im kommunizierten Zielkorridor von 80 Mio. Euro bis 90 Mio. Euro für das Gesamtjahr 2007.

Der Provisionsüberschuss belief sich auf 73 Mio. Euro. Er lag damit 3 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von 76 Mio. Euro, der allerdings einen einmaligen Sondereffekt in Höhe von 7 Mio. Euro aus einem Asset-Verkauf eines Fonds der Tochtergesellschaft Deutsche Structured Finance beinhaltete. Bereinigt um diesen Einmalertrag erhöhte sich der Provisionsüberschuss um 5,8%.

Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg das Finanzanlageergebnis von 24 Mio. Euro auf 26 Mio. Euro. Sowohl im Wert des laufenden Geschäftsjahres als auch des Vorjahres ist jedoch ein Einmalertrag enthalten. Bereinigt um die Sondereffekte belief sich das Finanzanlageergebnis im ersten Halbjahr 2007 auf 18 Mio. Euro und im Vorjahreszeitraum auf 24 Mio. Euro.

Im Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen ist der Ergebnisbeitrag aus der Beteiligung an der Immobilien Scout GmbH für das Geschäftsjahr 2006 in Höhe von 5 Mio. Euro enthalten.

Der Verwaltungsaufwand lag im ersten Halbjahr bei 180 Mio. Euro. Durch straffes Kostenmanagement blieb er trotz planmäßiger Investitionen in den Ausbau des internationalen Geschäfts nahezu auf Vorjahresniveau (179 Mio. Euro).

Das Sonstige betriebliche Ergebnis erhöhte sich von -3 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf 37 Mio. Euro in der Berichtsperiode. Neben einer im ersten Quartal erhaltenen Ausgleichszahlung von 37 Mio. Euro durch die DEPFA Deutsche Pfandbrief AG ist darin außerdem ein Ertrag aus der Beteiligung an der Interhotel Gruppe in Höhe von 2 Mio. Euro enthalten.

Gegenüber dem Vorjahr steigerte die Aareal Bank ihr Betriebsergebnis von 79 Mio. Euro um 67,1% auf 132 Mio. Euro. Jeweils bereinigt um Sondereffekte betrug das Betriebsergebnis 87 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2007 gegenüber 70 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Dies entspricht einer Steigerung von 24,3%.

Weitere Diversifizierung des Kreditportfolios under Management
Das Kreditportfolio under Management belief sich Ende Juni 2007 auf 23,1 Mrd. Euro. Dies entspricht einem Plus von 1,6% gegenüber dem Jahresende 2006. Durch die sehr positive Neugeschäftsentwicklung konnte die Aareal Bank zudem ihr Portfolio regional weiter diversifizieren: So hat die Bank gezielt das Deutschlandgeschäft um 7,1% auf 7,9 Mrd. Euro reduziert und das internationale Geschäft um 6,8% auf 15,3 Mrd. Euro ausgebaut. Der internationale Anteil beläuft sich damit auf zwei Drittel des Gesamtportfolios.

Refinanzierung am Kapitalmarkt ausgebaut
Die Aareal Bank baute ihre Refinanzierung am Kapitalmarkt weiter aus und erweiterte ihre Investorenbasis auf nationaler und internationaler Ebene. Insgesamt konnten im ersten Halbjahr 2007 über 3,6 Mrd. Euro langfristige Refinanzierungsmittel generiert werden. Darin enthalten sind öffentlich platzierte Inhaberschuldverschreibungen (500 Mio. Euro), Inhaberpapiere (450 Mio. Euro) und Namenspapiere (1,6 Mrd. Euro). Weiterhin emittierte die Aareal Bank Ende März 2007 ihren zweiten Jumbo-Hypothekenpfandbrief mit einem Volumen von 1 Mrd. Euro, wobei 40% der Orders auf internationale Investoren aus zwölf Ländern entfielen.

Consulting/Dienstleistungen auf profitablem Wachstumskurs
Im Segment Consulting/Dienstleistungen profitierte die Bank von den im vergangenen Jahr umgesetzten Maßnahmen zur Neustrukturierung und steigerte das Betriebsergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich von 4 Mio. Euro auf 19 Mio. Euro. Im Bereich IT-Solutions baute die Aareon AG, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Aareal Bank, ihre Marktposition in der Immobilienwirtschaft als führendes IT-Beratungs- und Systemhaus weiter aus. Mittlerweile arbeiten über 50 Unternehmen in Deutschland mit dem von der Aareon angebotenen SAP-basierten System Blue Eagle.

Ausblick
„Mit den Ergebnissen des ersten Halbjahrs 2007 hat die Aareal Bank die Basis für weiteres profitables und organisches Wachstum gelegt“, erläutert Dr. Schumacher. „Auch im zweiten Halbjahr wollen wir unsere Wachstumsstrategie konsequent umsetzen.“ Die Jahresziele für die beiden Segmente bekräftigt die Bank: Für das laufende Geschäftsjahr strebt die Aareal Bank eine Eigenkapitalrendite nach Steuern von über 13% an. Dieser Planung liegt im Segment Strukturierte Immobilienfinanzierungen ein Neugeschäftsvolumen von rund 10 Mrd. Euro zugrunde. Im Segment Consulting/Dienstleistungen strebt die Bank einen Beitrag zum Vorsteuerergebnis von 22 Mio. Euro bis 28 Mio. Euro an.