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Aachen: Keine Bewegung in Sachen Kaiserplatz-Galerie

Auch diesen Sommer scheint sich für die Kaiserplatz-Galerie in Aachen keine Lösung abzuzeichnen. Das ambitionierte 240-Millionen-Euro-Projekt mit rund 29.300 m² Nettoverkaufsfläche, das ursprünglich im Frühjahr 2012 bereits hätte abgeschlossen sein sollen, kommt nicht aus den Startlöchern heraus.

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ECE Projektmanagement GmbH. & Co. KG
Strabag Real Estate GmbH
Kaiserplatz-Galerie
Aachen

Während der Stadtrat allmählich die Geduld verliert und im Mai bereits über eine Aufhebung des geltenden Bebauungsplans diskutierte, bekundeten die beteiligten Unternehmen, die Strabag Real Estate GmbH und die Hamburger ECE, zuletzt weiter ihr Interesse an dem umstrittenen Projekt. So bekräftigte die ECE auf ihrem 10. Retail Meeting Anfang Juli in der Fischauktionshalle in Hamburg, man wolle die Galerie bauen.

Die Aachener selbst ärgern sich mittlerweile über die Brachlandschaft, die rund um den vorgesehenen Bauplatz durch zahlreiche Geschäftsschließungen und Rückbauten entstanden ist und die in den Lokalmedien und in den Verlautbarungen der Bürgerinitiative „Kaiserplatzgalerie – Nein danke!“ regelmäßig als „Trümmerlandschaft“ bezeichnet wird.

Die Projektentwicklungsgesellschaft Adalbertstraße (PEA), der ein Großteil der fraglichen Grundstücke gehört, hatte im März die Verträge über den Verkauf an ECE und Strabag bereits unterschriftsreif vorbereitet, es kam jedoch zu keiner Einigung. Hintergrund ist, dass ein Teil der Grundstücke nach wie vor nicht komplett zur Bebauung bereitsteht, da unter anderen einzelne Mietverträge noch laufen und die betroffenen Mieter nicht ausziehen wollen.

Die Bürgerinitiative bezeichnet die Vorgänge um die Kaiserplatz-Galerie mittlerweile als „fortgesetzte Täuschung auf Gigantomanie-Niveau“ und brandmarkt die beteiligten Unternehmen ECE und Strabag auf ihrer Webseite als „Geschäfte witternde Glücksspieler“. Gegen die Galerie wird eingewendet, sie sei zu groß, verdränge angestammte Geschäfte und begrenze den ohnehin knappen Wohnraum in der Stadt. Zudem gibt es Bedenken, dass der Denkmal- und Umweltschutz bei der Dimensionierung der Galerie nicht gebührend berücksichtigt wurde. Am 1. September plant die Bürgerinitiative nun eine Mahnwache und ein Rockkonzert mit lokalen Bands, um weiter gegen die Galerie Stimmung zu machen.

Vonhoegen - Beginen GbR schließt Baulücke
Während in Sachen Kaiserplatz-Galerie vollständiger Stillstand herrscht, geht es hingegen ein paar Meter weiter zügig voran. In bester Innenstadtlage - auf dem ehemaligen Kaufhof-Parkplatz - hat die Vonhoegen - Beginen GbR als Bauherrin mit dem Bau eines Wohnhauses an der Ecke Harscampstraße / Siederstraße begonnen. Das Objekt wird vom Architekturbüro Marcus Vonhoegen betreut, der gleichzeitig Gesellschafter der Eigentümer und Bauherren Gesellschaft ist.

Die Planung sieht für die Baulücke mit dem ca. 1.000 m² großen Grundstück ca. 3.600 m² barrierefreie Wohnflächen vor, die sich auf 50 Wohnungen verteilen werden. Die architektonische Gestaltung des Gebäudes wird zur Aufwertung des zurzeit eher tristen Erscheinungsbildes der benachbarten Lagen beitragen. Die Wohnungszuschnitte in dem neuen sechs geschossigen Gebäude reichen vom 190 m² großen Penthouse mit Dachterrasse und bevorzugtem Panoramablick über die Stadt bis zum knapp 40 m² großen Apartment für Studenten. Das gesamte Erdgeschoss ist als Einzelhandelsfläche ausgelegt. Im Untergeschoss erhält das Gebäude eine Tiefgarage mit 28 Stellplätzen.

Da mit dem Aushub für die Tiefgarage bereits begonnen wurde, rechnet die Bauherrin noch Ende 2012 mit der Fertigstellung des Rohbaus und für den Herbst 2013 mit Übergabe des fertigen Gebäudes an die ersten Nutzer. Die Vonhoegen - Beginen GbR hatte das Grundstück von der Metro Gruppe erworben, die seinerzeit von der Stadt Aachen verpflichtet worden war, für das Grundstück ausschließlich Wohnbebauung vorzusehen.