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61,3 Milliarden Euro in Büros, Geschäfte und Miethäuser investiert

Der deutsche Markt für Gewerbeimmobilien – also Büros, Geschäfte und kommerziell vermarktete Wohnungen – hat 2007 Rekordumsätze verbucht. Laut einer aktuellen Marktstudie der Dresdner Bank betrug das Transaktionsvolumen 61,3 Milliarden Euro und übertraf damit den Vorjahreswert um 33 Prozent. Insbesondere der Verkauf großer Bürokomplexe an ausländische Investoren heizte das Wachstum an. Dabei schnitten die Bundesländer sehr unterschiedlich ab: Die höchsten Immobilieninvestitionen gab es mit 7,5 Milliarden Euro in Hessen, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 5,8 Milliarden Euro. Bei den ostdeutschen Flächenländern führt der Immobilienstandort Sachsen die Rangliste mit 1,6 Milliarden Euro an. Für 2008 prognostiziert die Dresdner Bank eine Abschwächung des deutschen Gewerbeimmobilienmarktes.

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"2007 dürfte ein Wendepunkt gewesen sein", erklärte Thomas Beyerle. Der Chefanalyst des Dresdner-Bank-Partners DEGI erwartet einen Rückgang des Transaktionsvolumens um bis zu 25 Prozent. Als Hauptgründe nennt Beyerle die erschwerten Finanzierungsmöglichkeiten nach der US-Subprimekrise und die vom Markt erwarteten höheren Nettoanfangsrenditen.
Spitzenreiter bei den Immobilieninvestitionen waren 2007 die Büroflächen mit einem Anteil von gut einem Drittel. Insgesamt flossen 20,6 Milliarden Euro in Büroobjekte, ein Plus von mehr als 70 Prozent. Auf gemischte Nutzungsformen entfiel 2007 ein Marktanteil von 28 Prozent, auf Wohnungen 15 Prozent und auf Einzelhandelsflächen 13 Prozent. Besondere Dynamik zeigte die Kategorie "Sonstiges", in die auch Freizeitimmobilien, Pflegeheime und Kliniken fallen: Ihr Marktvolumen hat sich auf 5,3 Milliarden Euro mehr als verdreifacht.

Trend Ballungsraum
Fast die Hälfte der Immobilieninvestitionen (43,3 Prozent) wurde 2007 in den Bürozentren Berlin, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart getätigt, in den so genannten A-Standorten. Kleine und mittlere Ortschaften (C-Standorte) verloren an Boden, ihr Anteil an den Investitionen sank von 13,4 auf 8,6 Prozent.

Innerhalb Deutschlands sind die Immobilieninvestitionen sehr unterschiedlich verteilt. Während Hessen und dort insbesondere das Rhein-Main-Gebiet 7,5 Milliarden Euro auf sich zog, kamen Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, das Saarland, Schleswig-Holstein und Thüringen jeweils nur auf Werte zwischen 100 und 500 Millionen Euro. Schlusslicht ist Sachsen-Anhalt. Bundeslandübergreifende Investitionen zogen mit mehr als 30 Milliarden Euro knapp die Hälfte des Marktes auf sich.

Umsätze in Mrd. Euro mit Gewerbeimmobilien 2007 nach Bundesländern

Hessen 7,5
Nordrhein-Westfalen 5,8
Berlin 3,9
Hamburg 3,1
Bayern 2,5
Baden-Württemberg 2,3
Niedersachsen 1,6
Sachsen 1,6
Brandenburg 0,8
Schleswig-Holstein 0,5
Thüringen 0,4
Bremen 0,3
Saarland 0,2
Mecklenburg-Vorpommern 0,2
Rheinland-Pfalz 0,2
Sachsen-Anhalt 0,1

Ohne bundeslandübergreifende Transaktionen
Quelle: Dresdner Bank/DEGI