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Bis zu 30 Berliner Wohnhäuser werden offenbar gezielt „entmietet“

In Berlin lassen offenbar diverse Hauseigentümer gezielt Gebäude verwahrlosen, um die bisherigen Mieter zu verdrängen. Wie die Baustadträtin des Bezirks Tempelhof-Schöneberg, Sibyll Klotz (Bündnis 90/Die Grünen), dem rbb-Inforadio sagte, gibt es nach ihrer Erkenntnis in der ganzen Stadt bis zu 30 solcher Häuser. Für besonderes Aufsehen sorgen die Zustände in einem Gebäude in der Grunewaldstraße in Schöneberg. Dort hat die Eigentümergemeinschaft rund 200 Wanderarbeiter untergebracht, die überwiegend aus Rumänien kommen. Die Altmieter klagen seit Monaten über Vandalismus-Schäden, mangelnde Hygiene und Vermüllung der Innenhöfe.

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Das Bezirksamt hat die Eigentümer mehrfach aufgefordert, die Missstände zu beseitigen, aber nach kurzer Zeit seien die Probleme erneut aufgetreten, so Baustadträtin Klotz. Die Wohnungsaufsicht des Bezirks sei überfordert. Wörtlich sagte Klotz:

„Die Wohnungsaufsicht ist ein zahnloser Tiger im Land Berlin, nicht nur hier bei uns im Bezirk. Wir haben eine Kollegin für die gesamte Wohnungsaufsicht, die für 335.000 Einwohner zuständig ist. Wir haben ein zweites Haus im Bezirk, mit dem es Probleme gibt, und ich denke, das wird in Zukunft durchaus zunehmen... Damit muss man leben in einer Stadt wie Berlin.“

Wie Inforadio weiter erfuhr, planen die Alt-Mieter in der Grunewaldstraße 87 nun juristisch gegen den Hauseigentümer vorzugehen.