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Transaktionsvolumen erreicht 19,4 Milliarden Euro in 2010

Mit über sechs Milliarden Euro war das vierte Quartal 2010 das umsatzstärkste auf dem gewerblichen Immobilieninvestmentmarkt in Deutschland, berichtet Colliers Deutschland in einer aktuellen Analyse. Das Transaktionsvolumen habe unerwartet hohe 19,4 Milliarden Euro erreicht und läge deutlich über den zu Beginn des Jahres gestellten, sehr verhaltenen Prognosen. Größten Anteil am Transaktionsvolumen hatten dabei die Büroimmobilien. Beim Blick auf die Einzelstädte sticht Berlin hervor.

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Transaktionsvolumen deutlich höher als 2009
Bereits zur Jahresmitte habe sich ein schrittweise zurückkehrendes Vertrauen in die positive Entwicklung des Gewerbeimmobilienmarktes bemerkbar gemacht, so Colliers. Das ließ, so das Unternehmen weiter, trotz der starken Fokussierung eines Großteils der Investoren auf knappe Core-Immobilien ein deutlich höheres Umsatzvolumen als zuvor angenommen erwarten. In Summe sei das Transaktionsvolumen 2009 um knapp 85 % überboten worden. Mit über 4,4 Milliarden Euro wurden etwa 23 Prozent des Transaktionsvolumens in Portfolios investiert. Besonderen Anteil daran hatten vor allem der Kauf mehrerer Einkaufszentren durch Corio N.V. für über eine Milliarde Euro sowie mehrere Paketverkäufe von Lebensmittelmärkten der Discounter Aldi und Lidl mit einem Volumen zwischen 140 und 200 Millionen Euro. Als größte Einzeltransaktionen sind der Verkauf des Frankfurter Opernturms für ca. 580 Millionen Euro an GIC Real Estate und einen institutionellen Fonds sowie der Verkauf des Berliner Sony-Centers für 576 Millionen Euro an den südkoreanischen National Pension Service (NPS) bekannt geworden.

Büroimmobilien vor Einzelhandelsobjekten
Obwohl einzelhandelsgenutzte Immobilien in der Investorengunst fast das ganze Jahr über an der Spitze aller Assetklassen lagen, verbuchten am Jahresende Büroimmobilien mit 8,0 Milliarden Euro bzw. 41 Prozent den höchsten Anteil des Transaktionsvolumens auf sich. Einzelhandelsimmobilien lagen mit gut 6,8 Milliarden Euro (35 %) auf dem zweiten Platz und damit deutlich vor der drittbeliebtesten Assetklasse der Industrie- und Logistikimmobilien, die mit knapp 1,2 Milliarden Euro Transaktionsvolumen bereits deutlichen Abstand zum Spitzenduo aufwiesen. An der Dominanz der offenen und geschlossenen Immobilienfonds sowie der zu den offenen Fonds hinzuzurechnenden Immobilienspezialfonds hat sich im Jahresverlauf nichts geändert. Diese sowie Pensionsfonds, Versorgungswerke, Versicherungen und Privatinvestoren legten ca. 12,3 Milliarden Euro und damit knapp zwei Drittel des gesamten Investitionsvolumens in deutsche Gewerbeimmobilien an. Auf internationale Investoren entfiel ein Anteil von 40 Prozent.